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28 Januar 2016 | 11:55

IT-Unternehmen haben ZUGFeRD auf dem Plan

Laut einer Umfrage des Bundesverbands Edna bieten 22 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen das neue Abrechnungs-Format bereits an.

Bis November 2018 wird das Abrechnungs-Format ZUGFeRD (kurz für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) für alle öffentlichen Verwaltungen in Deutschland Pflicht. Auch für die Energiewirtschaft ist das Format für die elektronische Rechnungsstellung interessant: es lassen sich Papier- und Portokosten sparen, zudem sind durch die Einfachheit des Formats keine bilateralen Absprachen wie bei EDI(electronic data interchange)-Rechnungen nötig. ZUGFeRD besteht aus einem PDF, mit dem sich die Rechnung für jedermann bildlich darstellen lässt, und einer eingebetteten XML-Datei, mit der sich die darin enthaltenen Daten maschinell weiterverarbeiten lassen.

Der Edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation hat unter seinen Mitgliedern eine Umfrage dazu gestartet. Demnach planen 48 Prozent der befragten Unternehmen, sich in diesem Jahr mit dem Thema intensiver auseinander zu setzen – 22 Prozent bieten bereits Lösungen an. Vor allem die Software-Anbieter (75 Prozent) gaben an, nicht an diesem Thema vorbeizukommen. Aber auch Beratungsangebote sollen mit einem Anteil von 25 Prozent zunehmend eine Rolle spielen.

"ZUGFeRD ist sicher kein Ersatz für das EDIFACT-Format INVOIC, das im Rahmen der Marktkommunikation für den Austausch von Netznutzungsentgelt-Rechnungen verwandt wird", sagt Edna-Geschäftsführer Rüdiger Winkler. Aber im nichtregulierten Bereich sehe der Verband große Potenziale. Knapp 80 Prozent der Umfrageteilnehmer meinen, dass sich mit ZUGFeRD die mit Kundenrechnungen verbundenen Prozesskosten deutlich senken lassen.

Der Aufwand für die Anpassungen des Formats wird von den Befragten unterschiedlich beurteilt: 35 Prozent meinen, er sei hoch oder gar sehr hoch, 45 Prozent erwarten einen eher geringen Aufwand. 20 Prozent gaben an, dies noch nicht einschätzen zu können.

Nach Meinung der Edna-Mitglieder sind die wichtigsten Einsatzfelder von ZUGFeRD der Rechnungsaustausch mit der öffentlichen Verwaltung (67 Prozent) sowie der Bereich Kundenabrechnung (78 Prozent). "Das Ergebnis der Umfrage hat uns in der Einschätzung bestärkt, dass wir uns in diesem Jahr intensiver mit ZUGFeRD auseinandersetzen müssen", so Winkler. Im Rahmen der Projektgruppe Geschäftsprozesse habe man einen entsprechenden Kreis dazu gebildet. Im Laufe des Jahres soll ein Leitfaden für den Einsatz dieses Formats bei Versorgungsunternehmen erarbeitet werden. (sg)

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