Leag muss nicht mehr den sinkenden Grundwasserspiegel ausgleichen.
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Leag muss Wasserverluste in Seen nicht ständig ausgleichen

Das Wirtschaftsministerium Brandenburg beschloss, dass der Tagebaubetreiber Leag nicht immer Wasser nachleiten muss, um die Grundwasserabsenkung auszugleichen.

Trotz der Wasserverluste von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde muss der Tagebaubetreiber Leag nicht ständig neues Wasser einleiten. Das teilte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Dienstag auf Anfrage der Grünen mit. Bei Wartungsarbeiten an technischen Anlagen oder Untersuchungen könne es immer wieder einmal zu Unterbrechungen der Wassereinspeisung kommen. Dies sei aber kein Widerspruch zu den erteilten Auflagen an die Leag, erklärte der Minister am Dienstag.

Die Leag war nach bergrechtlicher Anordnung verpflichtet worden, den Wasserverlust von Seen im Umfeld des Tagebaus Jänschwalde einzudämmen und auch zu stabilisieren. Betroffen sind unter anderem der Groß-, Klein-, Deulowitzer und Pinnower See. Bei einer Begehung des Pinnower Sees am 23. Mai hatten nach Angaben der Grünen Teilnehmer festgestellt, dass kein Wasser mehr in den See eingeleitet wurde.

Kritik an mangelnder Transparenz

Die grüne Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky kritisierte die fehlende Transparenz. Sie forderte, am See Infotafeln mit Hintergründen der Maßnahme sowie Ansprechpartnern aufzustellen. Wasserverluste, die durch die Grundwasserabsenkung für den Tagebau verursacht sind, soll die Leag nun mittels Wassereinleitung wieder auffüllen. Im Gegensatz zur Flutung des Cottbuser Ostsees stammt das eingeleitete Wasser für die Seen nicht aus der Spree, sondern aus Grundwasserreservoiren. (dpa/bh)