Spatenstich für den Neubau den Neubau des Trinkwasserlabors in Probstheida: (von links) Heiko Schulze (Leiter des Betriebslabors der Leipziger Wasserwerke), Ulrich Meyer (Technischer Geschäftsführer) und Heiko Rosenthal (Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Wasserwerke).
Bild: © Leipziger Gruppe

Leipziger Wasserwerke investieren kräftig

Ein zentrales Projekt ist der Neubau eines neuen Trinkwasserlabors. Auch die Planungen zur Neustrukturierung der aus dem frühen 20. Jahrhundert stammenden Trinkwasserversorgung nehmen immer mehr Form an.

Die Leipziger Wasserwerke investieren im laufenden Jahr rund 79,5 Mio. Euro in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur der sächsischen Großstadt. Das sind rund 22 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. "Wir haben die relevanten Stellschrauben bei unseren Anlagen und Netzen identifiziert und entsprechende Konzepte erarbeitet", sagte der Technische Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke, Ulrich Meyer. Eines der wichtigsten Vorhaben ist dabei der Neubau des Trinkwasserlabors Probstheida, der symbolische Spatenstich erfolgte Anfang dieser Woche.

"Messtechnik wird immer empfindlicher"

Für 5,5 Mio. Euro wird in Probstheida ein modernes Mess- und Analysezentrum gebaut, das Mitte 2020 fertiggestellt sein soll. Pro Jahr untersuchen die Mitarbeiter rund 8000 Trinkwasserproben allein im eigenen Netz. Mit dem Laborneubau stellt sich das Unternehmen auch auf wachsende Anforderungen an eine moderne Trinkwasseranalytik ein. "Normen und gesetzliche Vorgaben schreiben genau vor, welche Parameter zu untersuchen sind. Die Messtechnik wird dabei immer empfindlicher; ebenso wachsen die Ansprüche der Kunden", sagte der Leiter des Betriebslabors, Heiko Schulze.

Darüberhinaus nehmen auch die großen Zukunftsprojekte immer mehr Form an:  Bei den Planungen zum Ausbau des Klärwerks Rosental soll mit der Abgabe des Genehmigungsantrags in diesem Frühsommer ein wichtiger Meilenstein erreicht sein. Im Zukunftskonzept Trinkwasser 2030 wurde die äußere Versorgung über die Wasserwerke, den Transport nach Leipzig und die Speicherung des Trinkwassers betrachtet. Hier beginnen die Detailplanungen in drei großen Arbeitsbereichen - dem Neubau des Wasserwerks in Naunhof, der Planung zum Schluss des Fernleitungsrings im Leipziger Südwesten sowie der Nutzung der Behälterstandorte.

"Lange Förderwege, hohe Energiekosten"

"Die aus dem frühen 20. Jahrhundert stammende Trinkwasserversorgung Leipzigs hat uns bisher gute Dienste geleistet, zeichnet sich aber durch lange Förderwege, hohe Energiekosten und ein hohes mittleres Alter des Anlagen- und Leitungsbestandes aus. Mit dem Zukunftskonzept gehen wir eine komplexe Neustrukturierung an", betonte Ulrich Meyer. Darüber hinaus setzen die Wasserwerke in diesem Jahr zahlreiche Maßnahmen im Trink- und Abwassernetz um - rund 57,7 Millionen Euro fließen allein in diesen Bereich, darunter in die Fortführung des ambitionierten Kanalsanierungsprogramms. (hoe)