Im niederschlagsarmen Unterfranken benötigen Wasserversroger Weitsicht. Mit einer weiteren Leitung soll die Versorgungsicherheit der FWM erhöht werden. Bild: © FWM

Mittelmain: Leitungsnetz für Fernwasser wird ergänzt

Eine neue Fernwasserverbindungsspange zwischen Reichenberg und Kist soll die Versorgungssicherheit im Großraum Würzburg erhöhen.

Zwischen Reichenberg und Kist soll eine neue Verbindungsleitung für die Trinkwasserversorgung im westlichen Versorgungsgebiet des Zweckverbandes Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM) entstehen. Ziel ist, die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Märkte und Gemeinden weiter zu erhöhen. Über den für den Bau erforderlichen Grunderwerb wurden bereits Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt.

Das Versorgungsgebiet von FWM unterteilt sich in drei Bereiche: Direkt aus dem Wasserwerk Erlach erhalten sieben Gemeinden beziehungsweise  Ortsteile Wasser, bevor dieses über den Hochbehälter Zellingen weiter in den Versorgungsbereich West geleitet wird. Die östlich des Mains gelegenen Gemeinden werden zum größten Teil über zugekauftes Wasser der Fernwasserversorgung Franken (FWF) versorgt. Und um diese Gemeinden geht es dem Zweckverband.

Vorsorgemaßnahme in wasserarmem Gebiet

"Sollte – beispielsweise aufgrund eines Rohrbruchs – die Versorgung der angeschlossenen Gemeinden über den Hochbehälter Zellingen unterbrochen sein, besteht künftig die Möglichkeit, kurzfristig Trinkwasser über die FWF-Leitung zu beziehen", erläutern FWM-Werkleiter Eva von Vietinghoff-Scheel und Alexander Schraml. Die geplante Leitung stelle ein wichtiges Element für die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung innerhalb des FWM-Gebiets dar.

Innerhalb des Versorgungsbereichs West stellen die Hochbehälter Neubrunn und Kist bislang die Endpunkte des Versorgungsnetzes dar. Die Wasserversorgung kann in diesem Bereich ausschließlich aus dem Hochbehälter Zellingen erfolgen. Die geplante Leitung soll eine Verbindung zwischen dem Hochbehälter Kist und der in Reichenberg endenden Leitung der FWF schaffen. Die neue Leitung erscheint angesichts der relativ knappen Niederschlagsmengen rund um Würzburg als eine verständliche Baumaßenahme. Sie wird voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen. (sig)