Die Preise in den Parkhäusern von N-Ergie und Infrafürth sollen an die vorherrschende Verkehrssituation und die Belastung mit Lufttschadstoffen angepasst werden. Ist die Belastung besonders hoch, kann die Parkgebühr reduziert werden, um Autofahrer zu motivieren, auf emissionsärmere Angebote auszuweichen.
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N-Ergie und Infrafürth planen Dynamische Preise in öffentlichen Parkhäusern

3100 Parksensoren und 370 Ladepunkte: Die beiden fränkischen Versorger elektrifizieren und digitalisieren den Parkraum. Das Projekt wird mit 3,8 Mio. Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

N-Ergie und die Infrafürth wollen die Parkplatz-Belegung in sechs Nürnberger und vier Fürther Parkhäusern außerhalb der Innenstädte digital erfassen. Hierzu werden insgesamt 3.100 Sensoren installiert, zusätzlich sollen die Parkhäuser mit 370 Ladepunkten ausgestattet werden. Darüber hinaus entwickelt die N-ERGIE eine digitale Plattform, die nicht nur Auskunft über Belegung von Parkplätzen und Ladestationen erteilt, sondern darüber hinaus über den aktuellen Preis informiert.

Dieser soll dynamisch an die vorherrschende Verkehrssituation und die Belastung mit Luftschadstoffen angepasst werden und so verkehrsleitende Wirkung erzielen: Ist die Belastung besonders hoch, kann etwa die Parkgebühr verringert werden, um Autofahrer zu motivieren auf emissionsärmere Angebote wie den ÖPNV auszuweichen.

Einführung einer Digitalen Plattform bis 2020

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt das Projekt aus den Mitteln seines Sofortprogramms Saubere Luft mit insgesamt 3,8 Mio. Euro. Insgesamt werden N-ERGIE und infra in das Projekt rund 7,7 Millionen Euro investieren. Die Fördersumme durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur deckt damit etwa die Hälfte der geplanten Kosten ab. Der Abschluss des Projekts ist mit der Einführung der digitalen Plattform bis Ende 2020 vorgesehen. (hoe)