Neue Stadtwerkevertreter im VNG-Aufsichtsrat

Die Chefs der Stadtwerke Leipzig, Rostock und Wittenberg sowie der Stadtentwässerung Dresden sind neu im Aufsichtsrat der Verbundnetz Gas AG.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die drei Aktionäre des drittgrößten deutschen Gasimporteurs Verbundnetz Gas AG in Leipzig elf neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Sie spiegeln die neuen Mehrheitsverhältnisse ohne die Oldenburger EWE wider, es gab aber weiter Raum für die Wahl unabhängiger Aufsichtsräte.

Die Stadtwerke-Sperrminorität von gut 25 Prozent vertreten seitdem Hans-Joachim Herrmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg und gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der kommunalen VNG-Aktionärsvereinigung VUB, zudem Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, sowie Oliver Brünnich, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Rostock.

Neumitglied Gunda Röstel, Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden, vertritt ebenfalls die Kommunalunternehmen. Ihr Unternehmen gehört aber nicht der VUB an, sondern ist eine Schwester des VUB-Gesellschafters Drewag Stadtwerke Dresden.

Folgende EnBW-Führungskräfte wurden im VNG-Aufsichtsrat bestätigt: Markus Baumgärtner, Leiter Wertschöpfungskette Gas; Dr. Martin Konermann, Geschäftsführer Technik der Netze BW; Dr. Jörg Reichert, Leiter Controlling & Risikomanagement und Dr. Bernd-Michael Zinow, Leiter Recht, Revision, Compliance & Regulierung.

Drei Unternehmensberater als unabhängige Aufsichtsräte wurden wiedergewählt, darunter der Essener Speicherexperte und ehemalige OMV-Vorstand Hans-Peter Floren.

Ausgeschieden sind auf der kommunalen Bank im Aufsichtsrat dessen bisheriger erster stellvertretender Vorsitzender Holger Hanson, Chef des VUB-Mitgesellschafters Neubrandenburger Stadtwerke; Detlef Nonnen, ehemaliger kaufmännischer Geschäftsführer der Eins Energie in Sachsen, und Josef Rahmen, ehemaliger Chef der LVV.

Nach der kürzlich abgeschlossenen Übergabe des bisher von der EWE gehaltenen Aktienpakets an EnBW hatten die aus Oldenburg entsandten VNG-Aufsichtsräte ihre Mandate niedergelegt. Es sind dies Günther Boekhoff, Matthias Brückmann, Dr. Torsten Köhne, Alexander Freiherr von Ledebur, Kristof Ogonovski, Thiemo Röhler und Björn Thümler. EnBW hält jetzt fast 75 Prozent an der VNG. Ein eigenes Vier-Prozent-Paket halten die SWE Stadtwerke Erfurt. (geo)