Wasserstoff ist als Energiequelle für fast alle Gelegenheiten nützlich. Nun soll eine Infrastruktur entstehen. Bild: © science photo/Adobe

Neues Förderkonzept für Wasserstoff-Regionen

Jede Region in Deutschland soll unabhängig von ihren Erfahrungen zu einer Art Wasserstoffcluster werden können. So sieht es ein neues mehrstufiges Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft vor. Wie dieses die spezifischen Bedarfe und Potenziale vor Ort berücksichtigt.

Mit einem neuen Förderansatz will das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Mobilität mit Wasserstoff in den Regionen gezielt unterstützen. In den ausgewählten Gebieten soll die mögliche Integration des Energieträgers Wasserstoff demonstriert werden.

Mehrstufiges Angebot

"Jede Region in Deutschland kann Wasserstoffregion werden – unabhängig von Vorerfahrungen. Unser mehrstufiges Angebot berücksichtigt die spezifischen Bedarfe, Ressourcen und Potenziale vor Ort", erklärte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, im Rahmen der Vollversammlung zum Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2).

Die Förderung reicht laut Bilger von der Unterstützung bei der Sensibilisierung für das Thema respektive der initialen Organisation der Akteurslandschaft über die Erstellung von integrierten Konzepten und tiefergehenden Analysen bis zur Beschaffung von Anwendungen, um die entstandenen Konzepte umzusetzen. Koordiniert wird die Förderung von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).               

Die Regionenförderung im Einzelnen

HyStarter: Mindestens sechs Regionen in Deutschland können als HyStarter kommunale respektive regionale Konzepte zur Integration der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf der Basis erneuerbarer Energien entwickeln: insbesondere im Verkehrsbereich, aber auch bei Wärme, Strom und Speicher (Sektorenkopplung) in der Region. Die Akteure vor Ort werden dabei organisatorisch und technisch beraten und erhalten Unterstützung bei der Erstellung erster Konzeptideen.

HyExperts: Regionen, die bereits Potenziale identifiziert oder erste Erfahrungen mit Wasserstoff und Brennstoffzelle gesammelt, Projektpartner gefunden und Projektideen formuliert haben, können sich als HyExperts um die Förderung bewerben. Eine Jury bewertet die eingereichten Konzepte und kürt die Gewinner. Für HyExperts steht ein Preisgeld von insgesamt einer Millionen Euro zur Verfügung, das der Weiterentwicklung der Konzepte bis zur Umsetzung dient.

HyPerformer: Potenzielle HyPerformer können sich im Rahmen eines weiteren Wettbewerbs um Fördermittel zur Umsetzung bereits bestehender Konzepte bewerben. Eine Jury ermittelt aus allen Einsendungen den oder die Gewinner. Die Höhe des Preisgeldes für die HyPerformer beträgt insgesamt 20 Mio. Euro, die in Form von Investitionszuschüssen bei Anschaffungen zur Verfügung gestellt werden. 

Wer sich für die HyStarter-Förderung interessiert, kann sich ab sofort bewerben. Für HyExperts und HyPerformer startet diese Phase im Frühjahr 2019. Mehr Informationen zur Förderung und zum Verfahren gibt es unter diesem Link. (hoe)