Das neue Wasserpumpwerk in Moos
© Friedberger / Waldwasser

Neues Wasserwerk versorgt halb Niederbayern

Der Zweckverband für Wasserversorgung Bayerischer Wald hat ein neues Pumpwerk in Moos in Betrieb genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Zweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald mit Sitz in Deggendorf, kurz "Waldwasser" hat in der niederbayerischen Gemeinde Moos ein neues Wasserpumpwerk in Betrieb genommen – mit Festakt und kirchlicher Segnung. 35 Millionen Euro hat der Wasserversorger nahe der Mündung der Isar in die Donau investiert, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln und Nitrat weisen mit nur fünf Milligramm pro Liter zum Beispiel einen Spitzenwert auf.

Zweckverband hat eigene Software entwickelt

Landrat Christian Bernreiter, der dem Zweckverband vorsteht, ergriff, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, anlässlich der Einweihung der Anlage das Wort. Er teilte mit, dass der Verband finanziell auf soliden Beinen stehe und somit der Wasserpreis stabil bleiben werde. Zudem betonte er, dass „Waldwasser“ eine selbst entwickelte, webbasierte Software mit einem eigenen Rechenzentrum in Moos als Zusatzleistung anbietet und damit technischer Vorreiter ist.

Absolut naturrein, frei von jeglichen Chemikalien

Lebhaften Beifall erhielt Bernreiter für seine Aussage, er werde auch künftig "mit Argusaugen" darüber wachen, dass die Trinkwasserversorgung in der Region immer in öffentlicher Hand bleibt, denn: "Dort ist sie am besten aufgehoben!" Seit 55 Jahren sorge der kommunale Zweckverband für zuverlässige Wasserversorgung, sagte Bernreiter nach Angaben der Regionalzeitung: "Das Wasser ist absolut naturrein, ohne Zusätze und frei von jeglichen Chemikalien!"

Die Festrede hielt der Bayernische Staatsminister Marcel Huber Er beglückwünschte die Region zu einer "gemeinschaftlichen Höchstleistung der Daseinsvorsorge". Die Gründung des Zweckverbands vor über 50 Jahren zeuge von enormem Weitblick. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und den Kommunen der Region. Dank ihr werde der Ausgleich zwischen Trinkwasserversorgung und landwirtschaftlicher Bewässerung erfolgreich zu lösen sein.

Neues, größeres Wasserschutzgebiet

Das neue Wasserpumpwerk in Moos im Landkreis Deggendorf versorgt seit Anfang Oktober nach Angaben des Online-Portals "Idowa" über 15000 Haushalte in 15 Gemeinden südlich der Donau mit enthärtetem Trinkwasser. 400 Kubikmeter pro Stunde sollen mithilfe modernster Technologien gefördert werden. Das aufbereitete Wasser aus Moos versorgt Gemeinden in den Landkreisen Deggendorf, Landau an der Isar und Passau und damit die östliche Hälfte Niederbayerns. Rund um das Gewinnungsgebiet in Moos wurde auf einer Fläche von 1,2 Hektar ein Wasserschutzgebiet errichtet. (sig)