Personalkarussell bei RWE und Eon

RWE verkleinert den Vorstand auf vier Ressorts und startet damit ein Personalkarussell, das offenbar auch den Konkurrenten Eon einbezieht.

Der Aufsichtsrat des Konzerns verlängerte zunächst die Bestellung von Rolf Martin Schmitz im Vorstand um fünf Jahre bis Januar 2019. Schmitz ist seit vergangenem Jahr stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Gleichzeitig verzichte Vorstand Leonhard Birnbaum auf die angebotene Verlängerung seines Vertrags, teilt RWE mit. Er werde Ende September aus dem Unternehmen ausscheiden, um sich neuen Aufgaben zu stellen. Der Aufsichtsrat habe entschieden, dessen Aufgaben – Erneuerbare und Forschung – künftig auf die verbleibenden vier Ressorts zu verteilen, um Strukturen zu vereinfachen und den Konzern effizienter aufzustellen.

Presseberichten zufolge geht Birnbaum zum Eon-Konzern, um dort Technologievorstand Klaus-Dieter Maubach abzulösen. Dies berichtet die "Rheinische Post". Dort, bei Eon, will auch Personalvorstand Regine Stachelhaus ihr Amt aufgeben. Stachelhaus begründete dies mit einer schweren Erkrankung im engsten Familienkreis. Die Rheinische Post hatte zuvor unter Berufung auf die Eon-Aufsichtsratskreise berichtet, Stachelhaus werde zum Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wechseln.

Der Aufsichtsrat von RWE hat außerdem beschlossen, der Hauptversammlung für 2012 eine unveränderte Dividende von 2 € pro RWE-Aktie vorzuschlagen. Außerdem will das Gremium der Hauptversammlung die Wahl von Werner Brandt und Hans-Peter Keitel in den Aufsichtsrat vorschlagen. Sie sollen dort Paul Achleitner und Carl-Ludwig von Boehm-Bezing ersetzen, die ihr Mandat im April niederlegen. (wa)