Die Talsperren im Harz füllen sich wieder.
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Regen füllt Talsperren und tränkt dürre Böden

Dass es seit einigen Tagen immer wieder regnet, macht Niedersachsens Landwirte froh. Auch bei den Harzwasserwerken atmet man auf. Doch die Niederschläge reichen noch nicht aus.

Niedersachsens Bauern ist der Regen der vergangenen Tage hoch willkommen. Allerdings seien weitere Niederschläge erforderlich, um die enormen Defizite seit 2018 auszugleichen, sagte der Vizepräsident des Landesbauernverbands, Ulrich Löhr, am Freitag. Landwirte klagen über Ernteausfälle. Nach den jüngsten Niederschlägen beginnen sich immerhin die Talsperren im Harz langsam wieder zu füllen.

"Von Starkregen-Ereignissen wie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch abgesehen, die regional zu Problemen geführt haben, freuen sich die Landwirte über die Niederschläge", betonte Löhr. "Die Böden waren sehr stark ausgetrocknet, gleichmäßige Niederschläge, die gut einsickern, sind natürlich bevorzugt."

Talsperren füllen sich wieder

Die Niederschläge der vergangenen Tage tragen nach Angaben der Harzwasserwerke auch dazu bei, dass sich die vergleichsweise leeren Talsperren im Harz langsam wieder füllen. Am Freitagmorgen erhöhte sich die Wassermenge in den sechs großen Stauseen stündlich um gut 30.000 Kubikmeter. Der durchschnittliche Stauinhalt betrug 48 Prozent. "Der Negativtrend der zuvor sehr trockenen Monate konnte somit gestoppt werden", sagte Harzwasserwerke-Sprecher Norman Droste.

Normalerweise befinde sich in den Talsperren um diese Jahreszeit deutlich mehr Wasser, sagte Droste. Das langjährige Mittel für Mitte Oktober liege bei einem Stauinhalt von 62 Prozent. Die Lage sei aber längst nicht so angespannt wie 2018: Im Vergleich zum Vorjahresmonat befänden sich in den Stauseen momentan rund 20 Mio. Kubikmeter mehr Wasser. Insgesamt haben die Talsperren im Westharz, aus denen ein Großteil der Niedersachsen das Trinkwasser bezieht, eine Kapazität von 183 Mio. Kubikmetern. (dpa/pm)