Am Donnerstagabend (10. Januar) waren das gesamte Stadtgebiet Oberhausen und der Mülheimer Stadtteil Styrum infolge eines Wasserrohrbruchs ohne Wasser. Bild: © Feuerwehr Mülheim/dpa

Rohrbruch im Ruhrgebiet: Rund 150.000 Menschen ohne Wasser

In Mülheim an der Ruhr ist am Donnerstagabend gegen 22 Uhr eine Fernwasserleitung nach Oberhausen geborsten. Die Wasserversorgung fiel eine Stunde aus. Es war der erste Schaden einer 100 Jahre alten Leitung.

Ein Wasserrohrbruch im Ruhrgebiet hat etwa 150.000 Menschen kurzzeitig von der Wasserversorgung abgeschnitten. In Mülheim an der Ruhr war am Donnerstagabend gegen 22 Uhr eine Fernwasserleitung (DN-700) nach Oberhausen geborsten, teilte ein Sprecher der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) mit. Das gesamte Stadtgebiet Oberhausen und der Mülheimer Stadtteil Styrum seien danach ohne Wasser gewesen. Nach etwa einer Stunde konnte die Versorgung wieder hergestellt werden.

"Unsere Techniker waren sehr schnell vor Ort", sagte der RWW-Sprecher gegenüber der ZfK. Im Prinzip wurde auf eine redundante Leitung "umgeschiebert" und so die Versorgung wieder aufgebaut. Bei der Leitung handelt es sich um eine Grauguß-Leitung aus dem Jahr 1920. Es war der erste Schaden an dieser 100 Jahre alten Leitung, so der Sprecher. Am Freitagmorgen haben die Techniker die Leitung freigelegt. Dann wird über die Reparaturmaßnahmen entschieden: Entweder wird via Schelle repariert oder ein Teilstück von mehreren Metern neu verlegt.   

Aufgrund des hohen Wasserdrucks hatte sich die Straßendecke auf einer größeren Fläche angehoben. Die Wassermassen verteilten Schotter, Kies und Sand mehrere Hundert Meter die Straße entlang. In vier Wohnhäusern liefen Keller teils bis zur Decke voll. Die Feuerwehr war mit großem Aufgebot vor Ort. Der Einsatz dauerte in der Nacht an. (dpa/al)