Blick auf die Stadt Warstein im Sauerland vom Piusberg aus.
Bild: © Th. Zimmermann (THWZ)/Wikipedia

Seipel leitet die Stadtwerke Warstein

Der städtische Eigenbetrieb betreibt eine eigene Trinkwasserquelle. Die Steinindustrie hat aber gegen die Bewilligung zur Trinkwassergewinnung geklagt.

Seit Anfang Juli leitet der studierte Bauingenieur Matthias Seipel die Stadtwerke Warstein im Sauerland. Der 48-Jährige ist Nachfolger von Klaus Kellerhoff, der andere Verantwortlichkeiten innerhalb des städtischen Eigenbetriebs übernommen hat. Seipel leitet zusätzlich den neu geschaffenen Fachbereich Infrastraktur der Stadt und ist damit für den gesamten Tiefbau in Warstein verantwortlich.

Trinkwasserversorgung im rechtsfreien Raum

Die Stadtwerke sind unter anderem für die Trinkwasserversorgung in der Stadt mit rund 25000 Einwohnern zuständig und betreiben mit der Hillenbergquelle  eine eigene Trinkwasserquelle. Gegen die Erneuerung der Bewilligung zur Trinkwassergewinnung hat aber die lokale Steinbruchindustrie geklagt und vor Gericht Recht bekommen.Seitdem befindet sich die Wasserversorgung aus der Trinkwasserquelle im rechtsfreien Raum.

"Wir warten auf eine kurzfristige Erlaubnis der Bezirksregierung, die uns für die nächsten Wochen in Aussicht gestellt worden ist", kündigt Seipel in einem heute erschienenen Interview mit der Zeitung "Westfalenpost" an. Dann werde man zügig in ein umfassendes Bewilligungsverfahren einsteigen können.

Gespräch mit Steinindustrie suchen

Gleichzeitig will er das Gespräch mit den Verantwortlichen der Steinindustrie suchen und konstruktiv an einer Lösung des Konflikts arbeiten. Der verheiratete, dreifache Familienvater war zuvor als Abteilungsleiter Infrastruktur und Betriebsleiter Wasser- und Abwassertechnik in Büren tätig.

Neben der Trinkwassergewinnung sind die Stadtwerke Warstein unter anderem für die Ableitung des Schmutz- und Regenwassers, den Betrieb dreier Bäder und den Betrieb einer Industriebahn zuständig. Außerdem versorgen sie mehrere Wohngebiete mit Nahwärme.

Darüber hinaus halten die Stadtwerke eine Beteiligung an der Warsteiner Verbundgesellschaft (WVG) und sichern damit die Versorgung mit Strom und Gas für alle Haushalte, das Gewerbe und die Industrie. (hoe)