Die Gerätschaften im Haus sind über die Jahre immer wassersparender geworden. Bild: © Tim Ruster/Pixelio

Stadtwerke Forchheim bauen ein neues Wasserwerk

Noch während das bestehende Wasserwerk in Betrieb ist, bauen die Stadtwerke Forchheim ihre Trinkwasserversorgung neu auf. Auch bei den Kapazitäten der Trinkwasserförderung wird vorgesorgt.

Die Stadtwerke Forchheim beginnen ab Montag, 25. Februar, im Wasserschutzgebiet Zweng mit dem Bau eines neuen Wasserwerkes. Für einen Neubau haben sich die Stadtväter entschieden, weil die Sanierung des rund 60 Jahre alten, bestehenden Wasserwerks so teuer wie ein Neubau wäre und nun zudem das bestehende Pumpwerk ohne Störungen während des Neubaus weiterbetrieben werden kann.

Für das neue Wasserwerk sind technische Optimierungen geplant. So wird das Wasser in einem Zwischenbehälter (2 x 300 Kubikmeter) aus den Brunnen gepumpt. Somit müssen die Pumpen nicht mehr die geodätische Höhe in die Hochbehälter und den Druckverlust der Rohrleitungen dorthin überwinden, sondern nur noch in den Vorlagebehälter. Dort übernehmen dann Standard-Effizienz-Pumpen die Weiterförderung. Durch diese grundlegende Änderung sparen die Stadtwerke jährlich Stromkosten von circa 100.000 Euro.

Bei Gebühren und Förderleistung an die Zukunft gedacht

Zusammen mit dem Neubau werden auch zwei leistungsstarke Brunnen, und zwar die Nr. 6 und Nr. 7 der insgesamt 9 Brunnen, die aus dem Jahre 1982 stammen, gründlich saniert. Insgesamt betragen die Kosten circa 2,9 Mio. Euro. Der Trinkwasserpreis wurde bereits vorausschauend im Jahre 2016 mit den Neubaukosten kalkuliert und zum 1. Januar 2017 angepasst. Eine weitere Erhöhung der Trinkwasserpreise ist in den nächsten Jahren demzufolge nicht geplant.

Derzeit fördern die Stadtwerke Forchheim zwischen 1,7 und 1,9 Mio. Kubikmeter  Wasser pro Jahr. Die 30-jährige Entnahmebewilligung von Landrats- und Wasserwirtschaftsamt beträgt 2,4 Mio. Kubikmeter. Der derzeitige Trinkwasserbedarf der fränkischen Stadt liegt bei circa 96 Liter pro Tag und Person; die Pumpenleistung im Neubau bei 16.300 Kubikmeter pro Tag. Damit wird Forchheim nach Angaben der Stadtwerke auch bei wachsenden Einwohnerzahlen genug Reserven bei der Trinkwasserförderung haben. (sig)