Die Stadtwerke München gewinnen ihr Trinkwasser im Voralpenland. Das Bild zeigt die Südkaverne in Oberau im Loisachtal.
Bild: © SWM

SW München und Schweinfurt erhöhen Trinkwasserpreise

In beiden Fällen sind gestiegene Kosten der Grund für die Anpassungen. Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband führt gesplittete Gebühren ein. Entscheidend ist hierbei, ob Anschlussbeiträge bezahlt wurden oder nicht.

Die Stadtwerke München (SWM) haben die Trinkwasserpreise (M-Wasser) zum Jahresbeginn im Schnitt um zwei Prozent erhöht. Für einen Durchschnittshaushalt bedeutet dies Mehrkosten von 30 Cent pro Monat. Die Jahresrechnung eines Zweipersonen-Haushalts mit einem Verbrauch von 96 Kubikmetern (cbm) pro Jahr in einem Zehnparteien-Haus steigt laut SWM damit künftig um 3,55 Euro pro Jahr auf 180,49 Euro. Damit zähle München hinter Köln mit 158,06 Euro pro Jahr beim Trinkwasserpreis immer noch zu den günstigsten zehn größten Städten Deutschlands. Hintergrund der Anpassung sind neben höheren Lohnkosten auch Ausgaben für die Qualitätssicherung und die Instandhaltung sowie die Modernisierung des Leitungsnetzes.

Schweinfurt: 1,33 Euro mehr pro Monat

Teurer wird das Trinkwasser im neuen Jahr auch in Schweinfurt. Die Stadtwerke der unterfränkischen Industriestadt haben den Kubikmeterpreis zum Jahresbeginn von 1,80 auf 1,90 Euro pro Kubikmeter erhöht. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt zahlt laut Lokalpresse dadurch nun 1,33 Euro mehr im Monat. Auch die Stadtwerke Schweinfurt begründen die Anpassung mit gestiegenen Kosten und verweisen auf die im Vergleich zu anderen Städten nach wie vor sehr günstigen Trinkwasserpreise.

Neues Gebührenmodell beim MAWV

Gesplittete Gebühren für die Trinkwasserver- und die Schmutzwassserentsorgung hat zum Jahresbeginn der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) eingeführt. Die mengenabhängigen Gebühren richten sich jetzt danach, ob ein Haushalt Anschlussbeiträge gezahlt hat oder nicht. Für die Beitragszahler bleiben im laufenden Jahr die Grund- und Mengengebühren stabil, im MAWV-Kerngebiet sinken die Gebühren sogar für viele Tausend Haushalte um sechs Cent auf 1,40 Euro pro cbm Trinkwasser.

Die Gebühren die Nichtbeitragszahler steigen im neuen Jahr hingegen teils erheblich. Grund hierfür ist, dass eine Minderung der Gebühren durch gezahlte Anschlussbeiträge bei dieser Kundengruppe zukünftig entfällt. Ab ersten Januar dieses Jahres zahlen Nichtbeitragszahler im MAWV-Kerngebiet für Trinkwasser 1,85 Euro/cbm und für Schmutzwasser 4,30 Euro/cbm.
(hoe)