Thomas Franken verantwortet seit 1. Januar 2019 das internationale Marketing bei Tesvolt, einem Hersteller von Batteriespeichern für Gewerbebetriebe aus Lutherstadt Wittenberg. Bild: © Tesvolt

Tesvolt schafft Hierarchien ab

Seit Jahresbeginn gibt es bei dem ostdeutschen Hersteller von Batteriespeichern keine Hierarchien mehr. Neu im Marketing-Team ist Thomas Franken. Wie er seinen Verantwortungsbereich zugewiesen bekam:

Der Marketing-Topmanager für Photovoltaik, Thomas Franken, verantwortet seit diesem Jahr bei Tesvolt, einem Hersteller von größeren Batteriespeichern für Gewerbebetriebe, das internationale Marketing. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens aus Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt vom Dienstag (8. Januar) hervor.

Demnach arbeitet Franken seit über 30 Jahren in der Photovoltaikbranche und war zuletzt bei Solar Edge Senior Director Marketing & Communications für Europa. Bei Hanwha Q-Cells leitete er anschließend das globale Marketing.

Das Team entschied

Für ihn ist der Wechsel zu Tesvolt auch der Schritt in eine völlig andere Unternehmenskultur: Daniel Hannemann, der Tesvolt vor vier Jahren mit Simon Schandert gegründet hat, erläutert: "Seit Anfang des Jahres haben wir keine Hierarchien mehr, was uns durch kurze Entscheidungswege extrem agil und effizient macht. Entsprechend haben alle Mitarbeiter aus dem Bereich Marketing gemeinsam entschieden, dass Thomas das internationale Marketing übernehmen soll."

Zu seinem unternehmensstrategischen Ziel schreibt Thomas Franken, er wolle dazu beitragen, dass Tesvolt in seinem Segment – Stromspeicher fürs Gewerbe – vom Technologie- zum Marktführer werde. Das Segment sei zwar bislang das kleinste im Batteriespeichermarkt, aber das mit der höchsten Wachstumsprognose.

Modulübergreifende Batteriespeicherung

Die Technologieführerschaft ergibt sich demnach wesentlich aus der selbst entwickelten Batteriesteuerung. Sie bewirke, dass die Batteriezellen immer optimal be- und entladen werden. Das aktive Zellbalancing beschränkt sich dabei nicht auf die Zellen innerhalb eines Batteriemoduls, sondern optimiert auch die verschiedenen Batteriemodule untereinander. Temperatur, Spannung und Ladezustand jeder einzelnen Zelle und der Module werden überwacht. So erreichen Stromspeicher von Tesvolt eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. Das entspricht 8000 Vollladezyklen bei einer Tiefenentladung (DoD) von 100 Prozent.

Das Unternehmen produziert Stromspeicher mit prismatischen Lithiumzellen von Samsung SDI auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis. Diese lassen sich an alle Energieerzeuger – Sonne, Wind, Wasser und Blockheizkraft – anschließen, mit Anschluss an das Nieder- oder Hochspannungsnetz oder ganz ohne (off-grid). Für die Off-grid-Stromversorgung einer Avocadofarm in Südwestaustralien bekam Tesvolt voriges Jahr auf der gleichnamigen Messe den "Smarter E Award" in der Kategorie "Outstanding projects" ("Herausragende Projekte"). (geo)