Legten sich für das neue Fernwassernetz ins Zeug (v.l.): Michael Grob (Geschäftsführer Ingenieurbüro Prowa GmbH), Harald Henning (Landrat des Landkreises Sömmerda), Lutz Riedel (Bürgermeister der Stadt Kölleda), Christian Fisch (Prokurist der Thüringer Fernwasserversorgung), Ralf Hauboldt (Bürgermeister der Stadt Sömmerda) und Olaf Möller (Thüringens Umweltstaatssekretär). Bild: © Thüringer Fernwasserversorgung

Thüringen: Trinkwasserzweckverband baut Netz aus

Im Thüringer Becken sollen die Stadt Kölleda und acht weitere Gemeinden schon bald Fernwasser erhalten. Der Härtegrad des neuen Wassers ist wesentlich niedriger als der des bisher erhaltenen Wassers.

Ab 2022 will der Trinkwasserzweckverband (TWZV) "Thüringer Becken" die Stadt Kölleda und acht weitere Gemeinden mit weichem Fernwasser versorgen. Für den Start des Vorhabens erfolgte am 31. Januar der symbolische Spatenstich. "Es ist ein zentrales Anliegen, die Gemeinden mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen, und das zu stabilen Preisen", stellte Thüringens Umweltstaatssekretär Olaf Möller fest. Der TWZV "Thüringer Becken" geht von einer Gesamtinvestition in Höhe von rund 5,6 Mio. Euro aus. Unterstützt wird das Vorhaben vom Land Thüringen mit 2,5 Mio. Euro.

"Verbesserung der Standortentwicklung"

"Der Anschluss ans Fernwasser bedeutet für unsere Bürger wesentlich besseres Trinkwasser", fasst Lutz Riedel, Bürgermeister der Stadt Kölleda, das Vorhaben zusammen. Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Perspektiven ergibt sich aus seiner Sicht "eine weitere Verbesserung der Standortentwicklung". Mit dem Anschluss der Stadt Kölleda, der Gemeinden Backleben, Battgendorf, Großneuhausen, Kleinneuhausen, Ellerselben, Olbersleben, Guthmannshausen und Mannstedt an das System der Thüringer Fernwasserversorgung soll die Trinkwasserbereitstellung stabilisiert werden.

Bereits ab 2020 sollen Kölleda, Kiebitzhöhe, Stödten, Backleben und Battgendorf Fernwasser aus der Talsperre Ohra beziehen. Aktuell versorgt der TWZV "Thüringer Becken" bereits Teilgebiete mit jährlich rund 1,8 Mio. Kubikmetern Fernwasser. Nach Abschluss der Umstellung werden weitere 480.000 Kubikmeter hinzukommen. "Trotz des trockenen Sommers verzeichnen wir bereits jetzt rund 97 Prozent Füllstand in der Trinkwassertalsperre Ohra", bekräftigt Christian Fisch von der Thüringer Fernwasserversorgung die Versorgungssicherheit durch Fernwasser in diesem Teil Thüringens. (sig)