Die Möglichkeit auf flexibles Arbeiten und Weiterbildungen sind für Unternehmen ein Mittel der Wahl, um Fachkräfte für sich zu gewinnen.
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Top-Technik & Benefits statt Bares

Im War for Talents locken Unternehmen mit Smartphone, Jobticket und Fortbildungen – finanzielle Zusatzleistungen, wie eine betriebliche Altersversorgung oder Boni, bietet kaum jemand.

In Zeiten des Fachkräftemangels müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen, wenn sie die besten Köpfe auf dem Markt im Team haben wollen. Bitkom hat in einer neuen branchenübergreifenden Umfrage 855 Personalverantwortliche und Geschäftsführer zu ihren Recruitingangeboten befragt. Ein top ausgestatteter Arbeitsplatz sowie die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen stehen hoch im Kurs.   

Knapp jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) will potenzielle Mitarbeiter mit der jüngsten Generation von Smartphones, Tablets oder Computern locken. Noch populärer, um sich bei Fachkräften beliebt zu machen, sind nur Weiterbildungsmaßnahmen: 64 Prozent der Befragten wollen ihren Angestellten die Chance geben, sich persönlich weiter zu entwickeln – ein Angebot, das vor allem jüngeren Bewerbern wichtig ist.

Dienstwagen und Topgehälter gehören zur Ausnahme

Berufseinsteiger legen zudem Wert auf flexible Arbeitszeiten und eine lockere Arbeitsatmosphäre. Dementsprechend bietet jedes vierte Unternehmen Home Office oder Vertrauensarbeitszeit an. Knapp ebenso viele (24 Prozent) buhlen mit aufwendigen Mitarbeiterevents um neues Personal.

Betriebliche Zusatzleistungen zur Altersvorsorge sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sind unter den Benefits mit 13 beziehungsweise zwölf Prozent eher die letzten Mittel der Wahl. Noch seltener werden ein Dienstwagen (sieben Prozent), überdurchschnittliche Gehälter (drei Prozent) oder ein Bonus bei Stellenantritt (ein Prozent) als Argumente für eine Vertragsunterzeichnung ins Feld geführt. (ls)