Der Wechsel von 38° deutscher Härte auf 3-4° ist beschlossen: Matthias Reinz (r.), Bürgermeister und Verbandsvorsitzender des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza und Thomas Stepputat, Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) unterzeichnen den Vertrag.
Bild: © TFW

Weiches Fernwasser für das Verbandswasserwerk Bad Langensalza

Nach 20 Jahren Konzeptionsphase wird nun das Verbandswasserwerk Bad Langensalza an die Thüringer Fernwasserversorgung angeschlossen. Der Vertrag ist unterzeichnet, einzig der Feldhamster steht der Umsetzung noch im Wege.

Bad Langensalza bezieht bald weiches Fernwasser der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW). Abnahmemengen, Preise und Lieferbeginn wurden für die kommenden 20 Jahre festgelegt. Bereits seit 20 Jahren ist die Kooperation beim Verbandswasserwerk Bad Langensalza und der TFW im Gespräch. Jetzt soll das Projekt innerhalb der nächsten drei Jahre realisiert werden. 

Neue Rohre für Fernwasserversorgung

Die TFW arbeitet derzeit den optimalen Trassenverlauf für die rund 16 Kilometer lange Fernwasserleitung mitsamt Steuerungstechnik aus. Am Ascharaer Kreuz soll die Übergabe vom TFW-Netz an das örtliche Netz des Verbandswasserwerkes Bad Langensalza erfolgen. Die Anbindung von der Hauptleitung ist bereits gelegt.

Das Verbandswasserwerk Bad Langensalza muss für die Abnahme des Fernwassers insgesamt 16,5 Kilometer Rohre verlegen. Dafür erhält Bad Langensalza 4,7 Mio. Euro Unterstützung durch das Land Thüringen, die restlichen 60 Prozent bringt das Verbandswasserwerk selbst auf. Die Vertragsparteien gehen von einer jährlichen Menge von 1,7 Mio. Kubikmeter Fernwasser für das gesamte Gebiet um Bad Langensalza, Dachwig und Bad Tennstedt aus.

Umzugspläne für den Feldhamster

Vor dem ersten Spatenstich steht aber noch der Feldhamster. Die bedrohte Tierart muss umgesiedelt werden. Die Brutzeit im Vogelschutzgebiet Nessetal muss ebenfalls in die Baumaßnahmen eingeplant werden. Zudem werden die Böden in der Region vor Baubeginn noch archäologisch untersucht. (hol)