Im Parkhaus der Hamburger Elbphilharmonie sollen Autos bald ohne ihren Fahrer parken können.
Bild: Axel Heimken/dpa

Zukunftsmusik im «Elphi»-Parkhaus - Tests für autonomes Parken

Im Parkhaus der Elbphilharmonie könnten die Autos der Konzertbesucher bald schon selbstständig vorfahren. Die Uni Braunschweig arbeitet an Lösungen für das automatisierte Parken.

Im Parkhaus der Hamburger Elbphilharmonie wird nächstes Jahr das autonome Parken getestet. Durch das Projekt «SynCoPark» soll es möglich werden, technisch entsprechend ausgerüstete Autos am Eingang des «Elphi»-Parkhauses abzugeben und sie dann nach einem Konzertbesuch am Ausgang wieder abzuholen, wie die Verkehrsbehörde der dpa mitteilte.

Den Manövrier- und Parkvorgang erledigt das Auto selbstständig. Betreiber des Parkhauses ist die Stuttgarter Firma Apcoa. Ähnliches war vor einem Jahr vom VW-Konzern am Hamburger Flughafen demonstriert worden.

Standardisierte Lösungen für Zertifizierung

Die ersten Tests im Parkhaus des Konzerthauses mit seinen 435 Stellplätzen werden laut Behörde für die zweite Jahreshälfte 2020 erwartet. Bei «SynCoPark» arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig (Forschungszentrum Fahrzeugtechnik) und mehrere Industrieunternehmen zusammen. Eingebunden sind auch der Parkhausbetreiber und die Autohersteller VW und BMW.

Derzeit werde ein neues Forschungsparkhaus am Flughafen Braunschweig mit digitaler Infrastruktur ausgerüstet, um dort automatisierte Parkvorgänge zu testen. Die Braunschweiger Erkenntnisse sollen dann auf das Hamburger Parkhaus übertragen werden. Darüber hinaus sollen standardisierte Lösungen entwickelt werden, damit digitale Infrastruktur in Parkhäusern und in Fahrzeugen zertifiziert werden kann.

2,5 Mio. Euro vom BMVI

Autonomes Parken ist ein Baustein des Internationalen Mobilitätskongresses ITS 2021 in Hamburg, für den bereits mehr als 50 Projekte in Angriff genommen wurden. Sie arbeiten unter anderem am autonomen Fahren, Stauprognosen und Mobilitätsplattformen. Das «SynCoPark»-Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium mit 2,5 Mio. Euro gefördert.