Mit der Einführung der 5-G-Netzfrequenz muss auch die nötige Infrastruktur einhergehen. Glasfaser muss endlich überall verlegt werden.
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5-G-Ausbau: „Ärmel hochkrempeln & gemeinsam anpacken“

Konkurrenz belebt das Geschäft: Bei der Vergabe der neuen Netzfrequenz müssen auch lokale Betreiber zum Zug kommen können, so dass ein vielfältiger Markt entsteht.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die United Internet AG, zu der auch die Marke 1&1 gehört, sprechen sich für eine deutlich stärkere Akteursvielfalt im Mobilfunkmarkt aus. Aktuell gibt es nur noch drei große Netzbetreiber (Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland). Damit sich das ändert und mehr lokale Betreiber einen Marktzugang bekommen, brauche es einen vierten Wettbewerber. Digitale Infrastrukturen gehörten genauso zur Daseinsvorsorge wie die Versorgung mit Strom, Wärme oder Wasser. Schnelles Internet müsse für jeden und überall in ausreichender Bandbreite verfügbar sein. Um dieses Ziel zu erreichen sei eine nationale Kraftanstrengung, "ein echter Moonshot für unser Land" nötig.

"Notwendig sind zum Beispiel bei der anstehenden Frequenzvergabe für 5 G einsprechende, regionale Frequenzen als auch Datenhoheit", erklärte Katherina Reiche, VKU-Hauptgeschäftsführerin.

National Roaming ermöglichen

Wenn es regionale Frequenzen auf 5-G-Niveau geben soll, brauche es allerdings auch die notwendige Infrastruktur, heißt es vom VKU und dem Internetprovider weiter. „Wir müssen Kooperationen fördern und ineffizienten Über- und Doppelausbau von Glasfaserleitungen vermeiden“, erklärt Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet. Während mancherorts mehrere Glasfaserkabel vergraben sind, gibt es in anderen Regionen überhaupt keinen Anschluss an die High-Speed-Verbindung.

Bei der Vergabe von 5-G-Lizenzen sieht Dommermuth National Roaming als Lösung für eine Anbietervielfalt. So sollten Kunden vorerst weiter von den großen Anbietern versorgt werden, dann aber problemlos ins Netz eines regionalen Anbieters wechseln können. „Das ist im Interesse der Kunden, des Wettbewerbs und unseres Landes“, so Dommermuth. (ls)