Bald auch im ostholsteinischen Neustadt: schnelles Internet dank Glasfaserkabeln
Bild: © alphaspirit/AdobeStock

Ausbau in Neustadt: Kanalsanierung und schnelleres Internet

Die Stadtwerke Neustadt investieren kräftig. Noch vor Weihnachten sollen die ersten Kunden an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden. Ein zweiter Schwerpunkt: Abwasserkanäle.

Im kommenden Jahr wollen die Stadtwerke im ostholsteinischen Neustadt insgesamt rund 12,8 Mio. Euro investieren. Dies kündigte Werkleiterin Vera Litzka gegenüber den Lübecker Nachrichten (LN) an. Litzka teilt weiter mit, dass ein großer Teil des Geldes in den Bereich Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle fließen soll. Gut drei Mio. Euro kostet allein die Sanierung der Kanäle in den Straßen Butzhorn, Heisterbusch, Grabenstraße, Berliner Platz sowie in der Reifer- und Schulstraße. Für 400 000 Euro wird das Pumpwerk Süd saniert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten ist der Breitbandausbau. "Wir haben 100 Verträge in Rettin und wollen 20 bis 30 Haushalten vor Weihnachten schnelles Internet ermöglichen", sagt Michael Scherf, Leiter der Technik, den LN. Ähnliches gilt demnach für die Ferienhaussiedlung Schwerin in Pelzerhaken. Schnelle Internet-Anschlüsse gibt es dann auch auf der Hafenwestseite in Neustadt, rund um den Industrieweg, das Rathaus, die Gegend um den Galgenberg sowie die Grundschule Neustädter Bucht und die Lienau-Schule.

Hausbesitzer müssen sich anmelden

Der Glasfaserausbau geschieht in mehreren Bauabschnitten und erfolgt in Kooperation mit der Beteiligungs-, Infrastruktur- und Servicegesellschaft mbH (BIS), einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Neustadt in Holstein. Die Ausbaumaßnahmen in Pelzerhaken und Rettin, beide zu Neustadt gehörig, sind ebenfalls in vollem Gange. Hauptproblem ist dabei nach Angaben der LN, ausreichend Ingenieure und Handwerker zu bekommen. Dies hatte in den vergangenen Jahren mehrfach zu Verzögerungen bei der Realisierung und Fertigstellung von Bauprojekten geführt.

Die Stadtwerke in Neustadt bieten zugleich mit dem Verlegen des Glasfasernetzes einen kostenlosen Hausanschluss an. Hausbesitzer haben diese Möglichkeit jedoch nur, solange der Tiefbau in ihrer Straße noch nicht abgeschlossen ist. Auch Gewerbekunden und Mehrfamilienhäuser aus den betroffenen Bereichen können bei Vertragsabgabe noch einen kostenlosen Anschluss erhalten. Die Rettiner müssen sich allerdins beeilen: Das erste Wohnhaus dort soll in der kommenden Woche ans Netz angeschlossen werden. (sig)