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Bielefeld startet eines seiner größten Infrastrukturprojekte

In zehn bis zwölf Jahren soll es in ganz Bielefeld ein flächendeckendes Glasfaserangebot geben. Die Stadtwerke investieren dazu 280 Mio. Euro. Der Startschuss dazu ist nun gefallen.

Aktuell haben die Stadtwerke Bielefeld mit den ersten Bauarbeiten für den Glasfaserausbau im Stadtteil Sudbrack begonnen. Die Verlegung der Leerrohre wird fünf bis sechs Monate in dem Stadtteil benötigen. Parallel dazu geschieht etwas zeitversetzt der Anschluss der Häuser.

Eigentümer erhalten den Hausanschluss kostenlos. Voraussetzung ist, dass sie sich dazu bis Ende Juli entscheiden. Vom 1. August an fallen rund 1300 Euro für den Anschluss an. "Es lohnt sich also für alle Anwohner, die sich noch nicht entschieden haben, darüber nachzudenken", sagt Stadtwerke Geschäftsführer Martin Uekmann. Sein Unternehmen verlegt die Glasfaserkabel im Auftrag von BITel, einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh bis ins Haus.

In Sudbrack startet die Gesamtstrategie der Stadtwerke zur digitalen Zukunft Bielefelds. Vor jedem Haus wird nun bis drei Tage gearbeitet  – plus einen Tag für den Hausanschluss. In acht bis neun Monaten soll der Stadtteil dann ausgebaut sein.

Große Nachfrage nach Anschlüssen

In zehn bis zwölf Jahren will der Versorger ganz Bielefeld erschlossen haben. Insgesamt investiert die Stadtwerke Bielefeld Gruppe dafür 280 Mio. Euro. "Es ist wohl das größte Infrastrukturprojekt, das die Stadtwerke in den letzten Jahrzehnten zu bewältigen hatten", sagt Ingo Kröpke, der das Projekt bei den Bielefeldern leitet.

Ihm zufolge wünschen sich die meisten Anwohner einen Anschluss – fast 80 Prozent der Hausbesitzer in Sudbrack haben sich schon dafür entschieden. Wer sich für das Angebot von BITel entscheidet, kann mit Bandbreiten bis zu 400 Megabit im Netz surfen. Im kommenden Jahr sollen Gigabit-Produkte dazu kommen. Kunden der Stadtwerke erhalten zudem einen Sonderpreis für die aktuell größte Bandbreite von 400 Mbit/s. (sg)