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Deutsche Glasfaser wird Marktführer bei Glasfaser bis zur Wohnung

„Wir sind der am schnellsten wachsende FTTH-Ausbauer in Deutschland“, sagte Deutsche-Glasfaser-Chef Uwe Nick. Mehr als 180 000 Vertragskunden habe man bereits Glasfaser bis direkt in die Wohnung angeschlossen oder vorgesehen.

„Wir sind im Vergleich mit dem Wettbewerb wesentlich günstiger im Bau“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Glasfaser Uwe Nick der Nachrichtenagentur dpa.  Glasfaser – speziell bis ins Gebäude – gilt als schnellste, aber auch als teuerste Form der Breitbandanbindung für schnelles Internet und hochauflösendes Fernsehen. Die Deutsche Telekom etwa setzt bei ihrer Breitbandstrategie auf den Ausbau mit Glasfaser auf Teilstrecken – und auf umstrittene Techniken wie das Vectoring, um ihr altes Telefon-Kupferkabel schneller zu machen.

Allerdings gewinnt der Wettbewerb mit dem schnelleren Internet an Fahrt. Die Telekom, die United-Internet-Tochter 1&1 Versatel sowie Vodafone in Kooperation mit der Deutschen Glasfaser buhlen insbesondere um die Erschließung ganzer Gewerbegebiete mit Glasfaser. „Wir haben seit Ende 2016 mit Vodafone als Partner eigenständig 150 Gewerbegebiete angeschlossen“, sagte Nickl. Daneben hat die Deutsche Glasfaser ihren Finanzierungsrahmen auf 650 Mio. Euro an Fremdkapital erhöht. Im aktuellen Geschäftsplan des Unternehmens ist eine Gesamtinvestition von 1,5 Mrd. Euro für die Versorgung von einer Million Haushalten und Unternehmen vorgesehen.

200 000 Kunden im ersten Quartal angepeilt

Im ersten Quartal dieses Jahres will man die Schallmauer von 200 000 FTTH-Vertragskunden durchbrechen. Aktuell hat man 180 000 Vertragskunden, die bereits einen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung haben oder deren Anschluss durch Verträge bereits fest vorgesehen ist. Damit ist die Deutsche Glasfaser zum Marktführer hinsichtlich direkter Glasfaseranschlüsse avanciert.

Daneben konzentriert sich das Unternehmen insbesondere auf den ländlichen Raum, wo es laut Nickl ein Defizit an schnellen Internetverbindungen gibt. Entschließen sich in einem Zeitraum der Nachfragebündelung von 12 bis 16 Wochen genug Haushalte etwa einer Kommune für einen Glasfaseranschluss, beginnt Deutsche Glasfaser mit dem Ausbau. 2019 wolle das Unternehmen wie geplant die Finanzierungsmittel auf dann 1,5 Milliarden Euro aufstocken, so Nickls Worte. (dpa/sg)