ENM-Experte Robert Kitzmann erklärt Projektpartnerin Sarah Hermes die neue Technik, die bald unter anderem auf dem EVM-Standort in der Koblenzer Schützenstraße angebracht wird.
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EVM: Mit LoRaWAN Richtung Smart City

Die Energieversorgung Mittelrhein testet gemeinsam mit der Thüga ein LoRaWAN-Netz. Über das Hochleistungs-Funksystem sollen Wartungs- und Service-Aufgaben vereinfacht werden.

Das "Long Range Wide Area Network", kurz LoRaWAN, ist eine Schlüsseltechnologie für Smart Cities und Smart Grids. Wie sich mit dem energieeffizienten und hochleistungsfähigen Funknetz die Daseinsvorsorge verbessern und vereinfachen lässt, wollen die Energieversorgung Mittelrhein (EVM-Gruppe) gemeinsam mit der Thüga Smart Service erproben.

Getestet wird LoRaWAN zunächst an den beiden Hauptstandorten der EVM in Koblenz. Dort werden in den zwei Straßenzügen Gateways für die Datenübertragung angebracht. Sensoren in vier unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Kommunalversorgers sollen erste Erkenntnisse über den Einsatz von intelligenten Technologien im Alltag bringen.

Abfall-Logistik und Kundenzufriedenheit

Für die Wasserwirtschaft der EVM-Gruppe werden beispielsweise Kurzschlussanzeiger eingerichtet, die Netzzustandsdaten weiterleiten, um Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten frühzeitig planen zu können. Auch die Kunden sollen etwas von den neuen Ansätzen des Unternehmens spüren. Daher wird im Kundenzentrum ein "Zufriedenheits-Knopf" installiert, mit dem Kunden ihren Besuch bewerten können. Ebenfalls in den Test einbezogen werden die Mitarbeiter. Auf dem Firmenparkplatz sollen Sensoren Smart Parking ermöglichen und eine Füllstandsanzeige bei den Müllcontainern macht klar, ob und wann die Müllabfuhr für die Entsorgung anrücken muss.

Je nach den Erfahrungen aus der Pilotphase soll die Technik anschließend in den Regelbetrieb überführt werden, erklärt Christian Jochemich, Leiter Innovationsmanagement bei der EVM. (ls)