50 Funklöcher sollen mit der Aktion geschlossen werden.
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Funklöcher jagen mit der Deutschen Telekom

Der Bonner Konzern ruft Kommunen auf, aktiver Partner im Mobilfunkausbau zu werden. Wer einen entsprechenden Beschluss des Gemeinderats und Platz für eine LTE-Antenne vorweisen kann, erhalte einen "hochmodernen LTE-Standort".

Die Telekom will nach eigenen Angaben beim Ausbau des Mobilfunknetzes neue Wege gehen: Im Rahmen der Aktion "Wir jagen Funklöcher" sollen 50 Funklöcher geschlossen werden. "Kommunen können durch die Aktion aktiver Partner in unserem Mobilfunkausbau werden", sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland.

Üblicherweise entscheidet die Telekom, wo ein neuer Standort entstehen soll. Im Vordergrund der Bewertung stehen marktwirtschaftliche und funktechnische Erwägungen. Deshalb gibt es Kommunen, die bei dieser Betrachtung immer wieder durchs Raster fallen. Genau an diese Kommunen soll sich die Aktion wenden. "Bei ‘Wir jagen Funklöcher' kommt die Initiative aus der Kommune, der Politik, der Bürgerschaft oder von lokalen Unternehmen. Die Kommune tritt damit an die Seite der Telekom, um gemeinsam mit uns einen weißen Fleck mit Mobilfunk zu schließen", sagt Goldenits.

Bedingungen für Kommunen

Jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein LTE-Funkloch habe, könne teilnehmen. Außerdem wird unter anderem ein Beschluss des Gemeinderats, ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast gebraucht. Im Gegenzug will die Telekom dort einen hochmodernen LTE-Standort betreiben. Die Aktion soll das jährliche Programm der Telekom, bei dem 2000 Antennen-Standorte neu aufgebaut werden, ergänzen. Die Bewerbungsfrist läuft nach Angaben des Bonner Konzerns bis zum 30. November. Der Antennen-Standort in den ausgewählten Kommunen werde bis Ende 2020 in Betrieb gehen. In der Regel dauere es heute rund zwei Jahre, einen Mobilfunk-Standort in Betrieb zu nehmen, so die Telekom.