Damit der Glasfaserausbau nicht versandet, hat der Verband Breko eine Tiefbaubörse gegründet.
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Glasfaser: Breko startet Tiefbaubörse

Treten beispielsweise bei Baukonzernen kurzfristig Lücken in ihren Großprojekten auf, können sie ihre Kapazitäten anderen Telekommunikationsunternehmen für den Glasfaserausbau zur Verfügung stellen.

Zum Start der Fiberdays 19 am 27. und 28 März stellt der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) seine Tiefbaubörse in Wiesbaden vor. Damit sollen Glasfaser-ausbauende Netzbetreiber und Tiefbauunternehmen zusammengebracht werden. So lassen sich auch kurzfristig und für kleine, schnelle realisierbare Ausbauprojekte bundesweit Kapazitäten der Tiefbauer in Anspruch nehmen.

Denn nicht selten haben Tiefbauunternehmen zwischen der Umsetzung von Großprojekten Lücken, die für den lokalen und regionalen Glasfaserausbau sinnvoll genutzt werden könnten, unterstreicht Breko. An der Börse nehmen unter anderem der Baukonzern Strabag mit dem Generalunternehmer Eltel, das Bauunternehmen Leonhard Weiss sowie der im Bereich Telekommunikation/Kabelleitungstiefbau sehr starke Mittelständler Klenk & Sohn aktiv an der Tiefbaubörse teil. Daneben kooperiert der Breko mit dem Fachverband Fernmeldebau (FFB) und der Gütegemeinschaft Kabelleitungstiefbau.

Knapper und teurer Tiefbau

Im Anschluss an die Fiberdays soll die Tiefbaubörse als webbasierte Kontakt- und Auftragsbörse weitergeführt werden. Netzbetreiber können dort unter anderem längerfristig angedachte Ausbauvorhaben ankündigen sowie konkret geplante Ausbauprojekte einstellen. Tiefbauunternehmen wiederum können hier kurzfristig weiterführende Ressourcen bekanntgeben.

Hintergrund: Die immer knapper werdenden Tiefbauressourcen entwickeln sich zurzeit – und in nächster Zukunft – zu einem zunehmenden Problem, so Breko. Hinzu kommt, dass die Preise beim Tiefbau nach Erkenntnissen des Instituts WIK in den vergangenen zwei Jahren im Schnitt um rund ein Drittel gestiegen sind. (sg)