Mönchengladbach: Rückzug aus Glasfaservorhaben

Wegen zu geringer Nachfrage zieht sich die Deutsche Glasfaser aus acht von zehn Mönchengladbacher Stadtteilen zurück.

Nur etwa 1500 Gladbacher von 24 000 möglichen Haushalten sollen sich zu einem Abschluss für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, vermeldet "RP-Online" als Grund für den Rückzug der Deutschen Glasfaser aus der Stadt. 40 Prozent wären erforderlich gewesen, das schafften allerdings nur zwei von zehn Stadtteilen. Bei diesen wurde die Frist zur Nachfragebündelung verlängert.

Die Deutsche Glasfaser will die Nachfragebündelungen nun laut dem Blatt in den Stadtteilen, in denen diese scheiterte, ruhen lassen. Ein Grund für die geringe Nachfrage könnte die "plötzliche Netzaufrüstung" der Telekom sein, vermutet "RP-Online". Im Herbst hatte der Bonner Konzern demnach sein Netz in weiten Teilen in Mönchengladbach bis zu den Verteilerkästen mit Glasfaser ausgestattet und die Verbindung zu den Häusern per Vectoring ausgebaut. So sind im Idealfall bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich.

Die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH, eine Vertriebstochter der NEW AG, bedauert den Schritt sehr. Wer einen Glasfaser-Anschluss bei der NEW in Auftrag gegeben habe und nun nicht zum Zuge komme, müsse jetzt nichts unternehmen. Ein gültiger Vertrag komme erst dann zustande, wenn der Ausbau beginnt, so der kommunale Versorger. (sg)