Mobilfunkpakt und Gigabit-Masterplan sollen die flächendeckende Ausbreitung von schnellem Internet in Nordrhein-Westfalen vorantreiben.
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NRW: Gute Zahlen bei Mobilfunk – Glasfaserausbau hinkt hinterher

Aktuell sind 99 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen mit Mobilfunk der vierten Generation (LTE) versorgt. Allerdings verfügen erst neun Prozent der kommunalen Gewerbegebiete und 16 Prozent der Schulen über einen Glasfaseranschluss.

Das Wirtschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen zieht eine erste Zwischenbilanz zu seinem Mobilfunkpakt und dem Gigabit-Masterplan. Beim Mobilfunkpakt haben das Land und die Mobilfunknetzbetreiber Teléfonica Germany, Telekom Deutschland und Vodafone festgelegt, dass insgesamt 99 Prozent der Haushalte in NRW bis Ende 2019 mit verlässlicher Sprachtelefonie und schnellem mobilen Internet zu versorgen sind. Darüber hinaus sollen 1350 LTE-Basisstationen bis zum Sommer 2021 neu errichtet und weitere 5500 bestehende aufgerüstet werden.

Aktuell sind dem Wirtschaftsministerium zufolge schon 99 Prozent der Haushalte durch mindestens einen Anbieter mit schnellem Internet der vierten Generation (LTE) versorgt. Das Ziel ist damit rund drei Jahre früher erreicht, als es auf Länderebene vorgesehen ist. Auch bei den LTE-Basisstationen sehe es gut aus: über 100 davon sind neu errichtet und mehr als 950 umgerüstet. Für dieses Jahr sollen weitere 400 dazu kommen und 1200 aufgerüstet werden.

Derzeit arbeite man ehrgeizig daran, das Bundesland zum Leitmarkt für die nächste Mobilfunkgeneration 5G weiterzuentwickeln und schnellstmöglich Schulen und Gewerbegebiete an Gigabitnetze anzuschließen, hebt Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hervor.

Gigabit Masterplan bis 2025

Im Gigabit Masterplan hat das Land die führenden Netzbetreiber und die Branchenverbände dazu verpflichtet, den Ausbau flächendeckender gigabitfähiger Netze bis 2025 sicherzustellen. Bis 2022 sollen alle Gewerbegebiete und Schulen angeschlossen sein. Aktuell verfügen gerade einmal 16 Prozent der Schulen in NRW über einen Glasfaseranschluss. Bis 2020 sollen es 60 Prozent werden.

Von den kommunalen Gewerbegebieten werden erst neun Prozent mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Weitere 17 Prozent seien teilweise erschlossen. Geförderte und bisher bekannte eigenwirtschaftliche Ausbauplanungen sollen eine vollständige Glasfaserversorgung von 37 Prozent der Gewerbegebiete bis Ende 2020 sicherstellen.

Laut den Zahlen des Ministeriums verfügen 98 Prozent der NRW-Haushalte nach Abschluss der laufenden Ausbauprojekte über Internet mit zumindest 50 Mbit pro Sekunde. Für die verbliebenen zwei Prozent sollten die Kommunen jetzt die geförderte Erschließung beantragen, heißt es weiter. (sg)