Besprechung zum Ausbau des Glasfasernetzes in Schorndorf (v.l.): Bürgermeister Thorsten Englert, Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Stadtwerke-Chef Andreas Seufer und die beiden Fraktionsvorsitzenden Gerhard Nickel (FDP/FW) und Hermann Beutel (CDU)
Bild: © Amolsch/Stadt Schorndorf

Stadtwerke Schorndorf treiben Glasfaserausbau voran

Um für Zukunftstechnologien und die E-Mobilität gerüstet zu sein, investieren die Stadtwerke Schorndorf bis zu 60 Mio. Euro.

Am Donnerstag (13. Dezember) wird der Schorndorfer Gemeinderat eine Summe von bis zu 60 Mio. Euro für den Ausbau des Glasfasernetzes in der württembergischen Stadt freigeben. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hatte schon zuvor die Ampeln dafür auf Grün gestellt, berichtet die "Waiblinger Kreiszeitung". Es gehe dabei sowohl um schnelles Internet als auch um die Vergrößerung der Kapazitäten im Stromnetz, letzteres im Hinblick auf die Elektro-Mobilität: "Wir denken beides zusammen", sagt Oberbürgermeister Matthias Klopfer laut Zeitung.

Von einem "ganz zentralen Zukunftsthema" und von einem "Quantensprung wie vor 100 Jahren, als den Schorndorfern so allmählich ein elektrisches Licht aufging", sprach Klopfer. Er nannte in diesem Zusammenhang die Stichworte Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Telemedizin: "Für all das brauchen wir eine verlässliche Infrastruktur, die dann auch die Grundvoraussetzung für die 5G-Mobilfunktechnik ist."

Rechtzeitig für das Zeitalter der E-Mobilität vorsorgen

Klopfer sagte weiter, das Stromnetz müsse nach- und aufgerüstet werden, weil die E-Mobilität dies erforderlich mache. Schon 2026 wolle zum Beispiel VW den letzten Verbrennungsmotor entwickeln. Es sei vielleicht noch etwas zu früh, zu wissen und zu sagen, wie die Welt in zehn Jahren aussieht, bremste CDU-Fraktionschef Hermann Beutel. Niemand hätte, so hielt ihm Klopfer entgegen, vor zehn Jahren gedacht, wie stark das Smartphone die Welt verändern würde.

Stadtwerk-Chef Andreas Seufer unterstützte den Oberbürgermeister. Es wäre, so sagte er, mit Blick auf die Zukunft der Stadtwerke "zu kurzfristig gedacht, wenn wir uns nur auf unser bisheriges Geschäftsfeld konzentrieren würden". Deshalb seien die Stadtwerke bereits in diesem Jahr als Kommunikationsdienstleister angemeldet worden und in die Versorgung mit schnellem Internet eingestiegen. Dieses Geschäftsfeld solle nun in den nächsten zehn Jahren kontinuierlich ausgebaut werden, beginnend 2020 im Gewerbegebiet "Steinwasen". (sig)