Die Stadtwerke Unna arbeiten fleißig am Breitbandausbau. Für das nötige Geld soll ein Open-Access-Angebot an externe Provider sorgen.
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Stadtwerke Unna öffnen Glasfasernetz für Dritte

Die Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen sind seit mehreren Jahren dabei, Unna an das Highspeed-Internet anzubinden. Eine Kooperation mit Breko ermöglicht nun auch eine freie Provider-Wahl.

Die Stadtwerke Unna bieten ab sofort Glasfaseranschlüsse über die Breko-Handelsplattform an. Dadurch können künftig auch dritte Anbieter die Anschlüsse, die bis in die Häuser beziehungsweise Wohnungen der Kunden reichen, für eigene Angebote nutzen. Für den Kommunalversorger bietet die Kooperation die Chance, sein Glasfasergeschäft auszubauen.

"Als kleine Sparte eines Energieversorgers haben wir kaum Möglichkeiten, mit den großen Providern zu kooperieren", sagt Karsten Pfützner, bei den Stadtwerken Unna verantwortlich für die Koordination der Breitbandthemen. Das liege insbesondere an den geforderten einheitlichen Schnittstellen, die der Versorger nicht abbilden könnte, verdeutlicht er das Problem. "Die Breko-Handelsplattform stellt uns nun ein Portal zur Verfügung, mit dessen Hilfe wir genau diese Schnittstellen bedienen können. Damit ergibt sich für uns erst die Möglichkeit, den Unnaer Bürgern Open Access über unser Netz zur Verfügung zu stellen", ergänzt Pfützner.

Mit Open Access den weiteren Ausbau finanzieren

Das eigene Glasfasernetz für Dritte zu öffnen sei eine Möglichkeit, das Netz besser auszulasten und weitere Gelder für den Ausbau von Highspeed-Verbindungen zu generieren, betont Breko-Geschäftsführer Jürgen Magull.

Bereits seit 2003 arbeiten die Unnaer an der Breitband-Infrastruktur für die Region. Das Unternehmen hat mittlerweile 100 Kilometer Kabel im östlichen Ruhrgebiet verlegt. (ls)