In Südhessen soll in den nächsten vier Jahren Highspeed-Internet in die Haushalte einziehen.
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Südhessen: In vier Jahren zum Highspeed-Standard

Entega und Deutsche Glasfaser wollen das Breitbandnetz für 120.000 Haushalte im Kreis Darmstadt-Dieburg ausbauen. Nun kommt es auf die Nachfrage an.

Mit dem Projektvorhaben "Gemeinsam für Südhessen: Zukunftsprojekt Glasfaser" haben sich die Entega und Deutsche Glasfaser ein straffes Ausbauprogramm vorgenommen: 23 Kommunen und über 120.000 Haushalte sollen im Landkreis Darmstadt-Dieburg in den kommenden vier Jahren Zugang zu einer Highspeed-Internetverbindung bekommen.

Die Gemeinde Eppertshausen soll laut Planung als erstes mit "Glasfaser bis ins Haus" versorgt werden. Ob es soweit kommt, wird in den kommenden Wochen entschieden, denn Ende März startet die Vormerkungsphase für die FTTH-Anschlüsse (Fiber to the Home). Nur wenn 40 Prozent der Anwohner  innerhalb der gesetzten First Interesse an einem Vertragsabschluss zeigen, geht das Projekt auch in die Realisierung.

Zugang für Drittanbieter offen

Für den Netzausbau greifen Entega und die Deutsche Glasfaser in die eigenen Kassen. Die Kunden und Kommunen sollen weder mit Ausbau- noch Anschlusskosten belastet werden und eine Förderung über Bundes- oder Ländermittel ist auch nicht vorgesehen. Wenn Südhessen ab 2022 auf Highspeed-Niveau surft, soll es keinen Providerzwang geben. Kunden könnten dank Open Access frei wählen, wer ihnen die Datenverbindung bereitstellt, kündigten die Partnerunternehmen an. (ls)