SW Bad Nauheim schließen Glasfasernetz zum Ring

Die Lage der Kurstadt ermöglicht eine Verbindung mit zwei Backbones. Dies garantiert eine sehr hohe Versorgungsqualität.

Im Südosten der hessischen Kurstadt hatten die Stadtwerke ihr Glasfasernetz bereits mit einem Backbone von Vodafone verbunden. Mit dem nun erfolgten Anschluss an eine Hauptleitung der Gasline im Norden der Stadt hat das Kommunalunternehmen aus Bad Nauheim sein Breitbandnetz quasi zum Ring geschlossen. Für die Stadtwerke ist das ein Meilenstein in der Umsetzung ihrer Strategie. Die beiden Hauptleitungen gehen auf verschiedene Netzknoten – die Leitung der Gasline nach Frankfurt, die der Vodafone nach Nürnberg.

Das Aderpaar der neuen Verbindung nach Frankfurt wird seit wenigen Wochen beleuchtet. Von dem Verbindungspunkt wird das Signal passiv bis zum Stadtwerkegebäude durchgeschaltet. Von dort aus wird die Stadt dann mit bis zu zehn Gigabit versorgt. Die bisherige Leitung zu Vodafone mit einer Bandbreite von 600 Megabit bleibt als Ersatz erhalten. Dies für den Fall, dass die Anbindung zur Gasline gestört ist. Von dem künftigen Zusammenspiel von "extrem hoher Versorgungsqualität und maximalen Geschwindigkeiten", erhofft sich Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim weitere Kundenzuwächse. Vor allem im Gewerbekundenbereich.

Hohe symmetrische Geschwindigkeit

Insbesondere für im Onlinehandel tätige Firmen sei es wichtig, dass die Datenübertragung symmetrisch mit hoher Geschwindigkeit von statten gehe. Je nach Vereinbarung könnten Datenpakete mit zehn Gigabit gleichermaßen schnell in und aus dem Internet transportiert werden. Außerdem verfügen die Stadtwerke noch über ausreichend IPV4-Adressen. Auf diese sind viele Firmen angewiesen, damit ihre Technik funktioniert. Das kommunale Unternehmen kümmert sich nicht nur um die netzgebundene Infrastruktur, sondern bietet auch eigene Telekommunikationsprodukte an. (hoe)