Bis 2025 auch in Velbert: blitzschnelles Glasfasernetz, flächendeckend Bild: © Deutsche Telekom

Velbert treibt Glasfaser-Ausbau voran

Bis 2025 wollen die Stadtwerke Velbert den Glasfaser-Ausbau in ihrer Stadt abgeschlossen haben. Parallel dazu läuft der Verkauf von Dienstleistungsverträgen auf vollen Touren.

In sechs Jahren sollen mindestens 95 Prozent der Einwohner von Velbert (Nordrhein-Westfalen) die Chance haben, für Kommunikation und andere Dienstleistungen die Glasfaser-Technologie zu nutzen. Das Netz, das die Stadtwerke Velbert aktuell verlegen, wird bis zu 1000 MBit pro Sekunde schnell sein. Ein Gewerbe- und Industriegebiet, das noch keine Hochleistungsversorgung besaß, wird als erstes Stadtquartier mit einem Glasfasernetz versorgt. Betreiber des stadtweiten Breitbandnetzes wird ein Dienstleister im Auftrag der Stadtwerke.

In drei Stadtteilen ist bereits der Verkauf von Verträgen angelaufen. In Neviges (außer Windrath und Nordrath) wurden bislang 1480 Nutzer gewonnen, in Tönisheide 705 und in der Röbbeck 138. Die Hausanschluss-Raten rangieren aktuell in den Gebieten bei 20, 9 und 93 Prozent, sie sind natürlich abhängig vom jeweiligen Ausbaustatus. Der Anschluss der Schulen ans Netz bis 2020 läuft als vorrangiger Sonderauftrag unabhängig vom sonstigen Ausbau.

Anschluss ist jetzt kostenlos

"Neviges ist das größte Gebiet. Die Baukolonnen gehen dort von Haus zu Haus und machen vier bis zehn Anschlüsse pro Woche", berichtet Bert Gruber der WAZ. Der Anschluss sei kostenlos, so lange die Kolonne in der Straße sei, erläutert der Stadtwerke-Prokurist und Vertriebsleiter für das Glasfaser-Produkt "ComBert". Später werde ein Hausanschluss 2500 bis 3000 Euro kosten. In den drei Stadtteilen seien 50 von 78 Kilometern an Glasfaser-Trassen in den Straßen bereits unter der Erde. Die Abfolge weiterer Ausbaugebiete werde bis Mitte des Jahres "nach streng sachlichen Kriterien" festgelegt, so die Zeitung.

Für die drei Pilot-Bereiche investieren die Stadtwerke über Jahre verteilt 20 Mio. Euro. Zeitaufwendig sind Genehmigungen und Bürokratie. Stefan Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke in Velbert, beschrieb der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), dass zuerst der Eigentümer der jeweiligen Straße und dann jeder einzelne Grundstückseigentümer gefragt werde, und das nächste Problem sei der technische Hausanschluss. Dann erst komme der mögliche Kundenvertrag. "Das alles macht es viel komplizierter als beim Strom-, Gas- und Wassernetz", sagt Freitag der WAZ, "und ist auch für uns Neuland." (sig)