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Eigens entwickelte Software für Gateway-Administration

Die Wilken Software Group und die IVU Informationssysteme stellen eine eigene Lösung für die Gateway-Administration. Sie soll auch mit anderen Branchenlösungen als der von Wilken kompatibel sein.

Die neue P/5 SMGA-Suite bietet laut Wilken Software Group und IVU Informationssysteme eine tiefe Integration in die Wilken-Lösungen "ENER:GY" und "NTS.suite". Sie lasse sich aber auch an eine andere Branchenlösung anbinden.

"Wir haben uns zu dieser Neuentwicklung entschlossen, weil die Integration der von uns bisher präferierten Gateway-Administrations-Software eines anderen Herstellers zu erheblichen Aufwänden geführt hat – vor allem auch wegen eines mangelhaften Änderungsmanagements", erklärt Folkert Wilken, geschäftsführender Gesellschafter der Wilken Software Group. Andere auf dem Markt verfügbare Systeme unabhängiger Softwarehäuser seien zudem nicht wirklich auf den Bedarf von mittleren und kleinen Versorgungsunternehmen zugeschnitten. Die neue Lösung sei auf deren Anforderungen ausgerichtet.

Software soll im Herbst ausgerollt werden

Die P/5 SMGA-Suite wird im Sommer bei ersten Pilotanwendern implementiert und von Herbst an ausgerollt – unter anderem bei Mitgliedern der VU-Arge, in der mehr als 70 Versorgungsunternehmen organisiert sind.

Für den Betrieb als Software-as-a-Service und die Vermarktung der Lösung ist künftig eine eigenständige Betreibergesellschaft verantwortlich. Die Voraussetzungen für die Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien weitgehend erfüllt, so dass man zum Start des Rollouts loslegen könne. Angeboten wird nicht nur der Cloud-Betrieb: die Prozesse der Gateway-Administration können im Rahmen eins Full-Services-Angebots auch komplett ausgelagert werden. Ein möglicher Partner wäre hier etwa die IVU-Tochter Meterpan.

Vorteile für die Kunden

Für die Anwender heißt das: Elektronische Lieferscheine für die Gateways werden direkt in die Geräteverwaltung der Wilken-Systeme eingespielt. Für die Planung von Rollouts und Gerätewechsel stellen "ENER:GY" und "NTS.suite" Informationen zur Verfügung, beispielsweise zu verbauten Zählern, deren Eichfristen oder über die Pflichteinbauquoten. Digitale Checklisten unterstützen bei der mobilen Anwendung die Ist-Aufnahme vor Ort. Die neue und alte Zählerwelt werde prozessidentisch abgebildet. Damit könne man sowohl die digitale als auch das analoge Messeinrichtungen über ein einziges System verwalten. Gleiches gilt bei der Abrechnung der Messstellen, so dass "Nebenabrechnungen" entfallen. (sg)