Fällt etwa der Strom infolge eines Gewitters aus, können sich Bürger über das Portal informieren oder die Störung selbst melden.
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Aus Stromausfall.de wird Störungsauskunft.de

Das Portal für Stromunterbrechungen, das 75 Prozent der Netzgebiete in Deutschland umfasst, wird noch umfangreicher: Störungen in den Bereichen Gas, Wasser, Straßenbeleuchtung und Internet hinzukommen. Auch Social Media wird wichtiger.

Stromausfall.de ist jetzt laut Eon im weitaus umfangreicheren Portal Störungsauskunft.de aufgegangen. Das ursprüngliche Portal informierte über Hintergründe und Ursachen von Versorgungsunterbrechungen und bot zugleicht die Möglichkeit, dass Nutzer selbst Netzstörungen melden konnten. 

Zahlreiche Netzbetreiber nehmen teil

Im April 2018 war es von innogy ins Leben gerufen worden. Eine Handvoll Unternehmen lieferten ihre Informationen für stromausfall.de, etwa die Dortmunder Westnetz, Syna aus Frankfurt am Main oder Mitnetz aus Chemnitz.

Inzwischen beteiligen sich 54 Netzbetreiber an dem Gemeinschaftsportal für Störungen, darunter sämtliche Regionalversorgungsunternehmen des Eon-Konzerns. Aber auch viele weitere überregionale Netzbetreiber wie Netze BW, Thüringer Energienetze, EAM Netz sowie zahlreiche Stadtwerke sind mit dabei. Zusammen umfasst das Netzgebiet der teilnehmenden Unternehmen 75 Prozent der Fläche in Deutschland. Und die Tendenz steigt weiter, die Teilnehmerzahl ist insbesondere im vergangenen Halbjahr stark angewachsen.

Mehr technische Möglichkeiten

Gleichzeitig entwickelt sich Störungsauskunft.de – in komplett neuem Design und mit weitaus mehr technischen Möglichkeiten – zur Anlaufstelle für technische Versorgungsstörungen aller Art.

Der Namenswechsel steht Eon zufolge für eine neue Zielrichtung: Im Laufe der nächsten Monate informiert die Plattform schrittweise auch über Störungen in den Bereichen Gas, Wasser, Straßenbeleuchtung und Internet. 2021 folgt eine Baustellenkarte.

Rund 150.000 Besucher monatlich bislang

„Als Energieversorger besitzen wir eine jahrelange Kompetenz in der Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und auch Breitbandinternet. Gerade im Fall einer Störung stehen die Menschen, die sich zurecht auf uns verlassen, im Mittelpunkt. Das Portal Störungsauskunft.de liefert ihnen wertvolle Informationen, beispielsweise zum Umfang oder zur Dauer einer Störung“, betont Daniel Felbier, der das Portal für innogy Westenergie seit dem Start verantwortet.

Störungsauskunft.de verzeichnet jeden Monat rund 150.000 Besucher, die über eine Million Klicks generieren. Aufgrund der heftigen Stürme im Februar gab es mit 230.000 Besuchern einen neuen Rekord.

Wie es funktioniert

Wie schon auf stromausfall.de kann der Besucher auf Störungsauskunft.de nachschauen, ob der Stromausfall dem zuständigen Netzbetreiber bereits bekannt ist und wie lange die Störung noch voraussichtlich dauert. Wird der Stromausfall nicht angezeigt, weil der Netzbetreiber vielleicht noch nicht informiert ist, kann ihn dafür der Nutzer mit Hilfe des Portals kontaktieren.

Zudem kann er eine sogenannte Nutzermeldung auf der Karte eintragen, die für 24 Stunden sichtbar bleibt. Dabei prüft der Besucher anhand einer Checkliste, ob es sich tatsächlich um eine Netzstörung handelt oder ob die Ursache doch im eigenen Haushalt liegt.

Social-Media-Funktion inbegriffen

Durch die Social Media-Funktion ergänzen sich die Meldungen der Netzbetreiber mit denen der Nutzer. Dadurch wird zum Beispiel sichtbar, welche Straßenzüge und Nachbarn ebenfalls vom Stromausfall betroffen sind.