Glasfaserausbau schleppt sich dahin

Am Jahresende werden nur rd. 800.000 Haushalte an Glasfasernetze bis zum Gebäudekeller angeschlossen sein, so eine aktuelle Studie.

Das sind gerade einmal 70.000 mehr als vor einem Jahr, ergaben Berechnungen einer aktuellen Studie zum deutschen Telekommunikationsmarkt 2012 des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste (VATM). Allerdings nutzen demnach nur 43 % dieser Haushalte die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse.

Bei fast 70 % der gebuchten Breitbandanschlüsse liege die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Netz bei maximal bis 6 Mbit/s. Der Anteil sehr schneller Anschlüsse mit mehr als 50 Mbit/s bewege sich hingegen bei noch nicht mal einem Prozent. Etwa 31,1 % der Kunden verfügen 2012 über Anschlüsse mit mehr als 6 Mbit/s. Zugleich vergrößere sich das Datenvolumen. Dieses nehme 2012 pro Breitbandanschluss und Monat um 10,6 % auf 12,5 Gigabyte zu. Das Gesamtvolumen werde sich auf voraussichtlich 4,4 Mrd. Gigabyte belaufen.

Die Deutsche Telekom plant indes einen Alleingang beim Thema Vectoring, einer Technologie, mit der sich bei kürzeren Distanzen zwischen Kabelverzweiger und Haushalten Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s übertragen lassen. Der Ex-Monopolist möchte den Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung am Kabelverzweiger nicht mehr anbieten. Angesichts der dort getätigten Milliardeninvestitionen der übrigen Wettbewerber fordert der Präsident des VATM und Mitglied des Aufsichtsrats der QSC AG, Gerd Eickers, dies zu unterbinden: "Kein Vectoring ohne Open Access." (sg)