Die Startseite der "Stadtwerke Mall", einem Einkaufshaus und einer Praxisplattform für Entscheider von Stadtwerken. Die Kooperation Heimkraft GmbH hat sie am 25. Oktober 2016 freigeschaltet. Screenshot: Heimkraft GmbH

Stadtwerkekaufhaus soll neue Produkte erleichtern

Die Kooperation Heimkraft hat die Einkaufs- und Austauschplattform "Stadtwerke Mall" freigeschaltet. Sie soll Entscheidern einen Marktüberblick verschaffen.

Mit dem Ziel, den Einstieg in neue Geschäftsfelder und die Produktentwicklung auch für kleine Stadtwerke über White Labels zu beschleunigen und zu vergünstigen und Risiken herauszunehmen, hat die Stadtwerkekooperation Heimkraft GmbH gestern die "Stadtwerke Mall" (externer Link) freigeschaltet.

Die Idee dahinter ist nicht nur, dass Entscheider in der Kommunalwirtschaft einen (kuratierten) Marktüberblick über verschiedene Anbieter von Produkten und Dienstleistungen erhalten, die theoretisch sogar im Wettbewerb zueinander stehen, sondern sich auch darüber in einer Arbeitsgemeinschaft namens "Arge Stadtwerke 4.0" über ihre Praxiserfahrungen in Innovationsangelegenheiten austauschen. Diese Arge wird von der Beratungsgesellschaft PWC moderiert; in ihr tauschten sich zuletzt etwa 30 Stadtwerkevertreter bundesweit aus.

Konkret kann sich der angemeldete und freigeschaltete Besucher wie in einem Einkaufszentrum, einer Mall, aber eben virtuell von einem Geschäft zum anderen klicken, Kontakt mit Anbietern aufnehmen und die Angebote miteinander vergleichen, wenn auch nicht preislich. Die Produktcluster sind derzeit unterteilt in "Energieeffizienz", "Haus und Sicherheit" (Smart Home), "Onlinelösungen" (zum Beispiel Apps von Gates aus Münster), "Mobilität", "Stromerzeugung" (etwa das Photovoltaikportal von Südweststrom und Speicher über EWE), "Wärmeerzeugung" und "Telekommunikation".

Das andere große Stockwerk des Onlinekaufhauses ist der Bereich Dienstleistungen, und zwar derzeit für Messstellenbetrieb, Netzbetrieb, Erzeugung, Einkauf/Materialwirtschaft allgemein, Energiebeschaffung, IT, Kaufmännisches, Personal, Vertrieb und Marketing. Unter "Energiebeschaffung" präsentieren sowohl Südweststrom als auch die Stadtwerke Speyer, Uniper und das Start-up Powersprinter ihre Dienste.

Das Angebot soll natürlich nach und nach breiter werden. Die Stadtwerke Mall ist nach dem Anspruch der Heimkraft und der hinter ihr stehenden Kommunalunternehmen das erste "Metanetzwerk in der deutschen Stadtwerke-Landschaft mit einer klaren Fokussierung auf Innovation und Effizienzsteigerung".

Die Heimkraft GmbH wurde 2012 gegründet und beschäftigte sich bis 2015 vorwiegend mit dezentralen Erzeugungslösungen für Endkunden, etwa standardisierte Mini-Blockheizkraftwerke. Gesellschafter sind die Stadtwerke Eutin, Peine und Speyer sowie die Kooperation Südweststrom, die für den Gründungsgesellschafter Stadtwerke Norden eingetreten war. Der Chef der Stadtwerke Peine, Ralf Schürmann, ist auch Geschäftsführer der Heimkraft. (geo)