Auktion: 1,33 Milliarden für Breitbandausbau

Die Frequenzauktion der Bundesnetzagentur ist beendet: Insgesamt 5,1 Mrd. wurden erzielt, davon sollen 1,33 Mrd. in den Breitbandausbau fließen.

Nach 16 Auktionstagen und 181 Runden haben sowohl die Deutsche Telekom, Telefonica Deutschland und die Vodafone GmbH Frequenzen im Wert von 5,1 Mrd. € ersteigert. Am meisten zahlte Vodafone mit fast 2,1 Mrd. €, gefolgt von der Telekom mit 1,8 Mrd. € und Telefonica mit 1,2 Mrd. €.

Für den Breitbandausbau – besonders für die bislang nicht mit Bandbreiten von 50 MBit/s versorgten Gebiete – sollen nun 1,33 Mrd. € fließen. Zusätzlich plant der Bund für die kommenden drei Jahre weitere 1,1 Mrd. € für die Breitbandförderung zuzuschießen.

Nun sollten zeitnah die konkreten Vergabebedingungen geklärt werden", äußerte VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck zum Ende der Frequenzauktion der BNetzA.

"Die letztlich zusammen gekommenen 1,33 Mrd. € und die bereits im Frühjahr angekündigten 1,1 Mrd. € aus Bundesmitteln sind ein wichtiger Schub für den flächendeckenden Breitbandausbau. Aus VKU-Sicht muss schon heute über das politische Ziel, eine flächendeckende Versorgung mit 50 MBit/s bis 2018 zu erreichen, hinaus gedacht werden. Das letztliche Ziel muss die möglichst flächendeckende Versorgung mit der zukunftsfähigen Glasfasertechnologie sein“, sagte Reck.

Zudem müsse das zuletzt immer wieder vorgekommene Rosinenpicken durch
einzelne Marktteilnehmer verhindert werden. Die tatsächliche Flächenabdeckung müsse im Vordergrund stehen. Insgesamt gelte: Der Breitbandausbau findet regional statt. Große Marktteilnehmer haben dabei keinen Vorteil. Ganz im Gegenteil können kommunale Unternehmen von ihrer lokalen Infrastrukturkompetenz profitieren.

„Die kommunalen Unternehmen sind auch weiterhin bereit, im Rahmen der
Daseinsvorsorge Verantwortung für ihre Region zu übernehmen und Breitband
in die Fläche zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass das Engagement
der kommunalen Unternehmen durch die Ausgestaltung der Förderbedingungen
weiter forciert wird“, erklärte der VKU-Hauptgeschäftsführer.

Der Breitbandverband Breko plädiert dafür, "dass die Politik auch weiterhin auf eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau im Wettbewerb setzt und hierfür entsprechende Rahmenbedingungen schafft". Dort wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht möglich sei, müssten wirksame Förderprogramme ausgerollt werden, so Breko-Präsident Norbert Westfal. Er macht sich dafür stark, dass nicht einzelne Unternehmen überdurchschnittlich stark profitieren dürften: Die Ausschreibungsbedingungen seien daher technologie- und wettbewerbsneutral zu gestalten. An den Ausschreibungen selbst sollten sich alle Marktteilnehmer gleichermaßen diskriminierungsfrei beteiligen können, so Westfal weiter. (ad/sg)