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Agentur für innere Netzsicherheit gegründet

Nach BSI, Cyber Innovation Hub und Zitis wird es jetzt eine weitere staatliche Stellen für die Sicherheit im Netz geben: Die ressortübergreifende Cyberagentur soll mit den immer kürzer werdenden Innovationszyklen in der IT mithalten können.

Die neue "Agentur für Innovation in der Cybersicherheit" ist zwischen Verteidigungsministerium und Innenministerium des Bundes angesiedelt. Beide gaben heute bekannt, dass das Bundeskabinett die Gründung dazu beschlossen habe. Damit sollen gemeinsam ambitionierte Forschungs- und Innovationsvorhaben im Bereich der Cybersicherheit angestoßen, gefördert und finanziert werden, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Pläne dazu wurden bereits im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD bekannt. Erste Gespräche zwischen den Ministerien laufen seit 3. Januar.

Aufgabe der Agentur sei es, den gesamten Forschungsprozess von der Idee bis zum Produkt zu koordinieren und deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber den bisherigen Beschaffungsverfahren zu erzielen. Dies gelte vor allem anhand der immer kürzer werdenden Innovationszyklen. Mögliche Entwicklungen und deren Bedeutung für Fragen der Cybersicherheit sollen so frühzeitig erkannt sowie neue Lösungsansätze erforscht und in politische Konzepte eingebunden werden.

100 Mitarbeiter vorgesehen

Als Konsequenz seien modernste Technologien schnell zu entdecken, einzuführen und weiterzuentwickeln. Dazu wolle man für die GmbH bis zu 100 Mitarbeiter beschäftigen. Zum Start des Projekts stehen insgesamt in diesem Jahr 15 Mio. Euro bereit. Für den Zeitraum von 2019 bis 2022 sind insgesamt 200 Mio. Euro vorgesehen. Ziel sei es, dass 80 Prozent der Finanzmittel direkt in Forschungs- und Innovationsvorhaben fließen.

Staatliche Stellen für den IT-Sicherheitsbereich gibt es inzwischen einige: So wurde im vergangenen Jahr die Zentrale Stelle für Informationstechnik (Zitis) vom Bundesinnenministerium gegründet, das neue Werkzeuge für Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Verfassungsschutz entwickeln soll, schreibt die Zeit. 2017 rief das Verteidigungsministerium den Cyber Innovation Hub ins Leben, der die Bundeswehr auf den technologischen Stand der Dinge bringen und Startups aus der IT-Sicherheit fördern soll. Zudem existiert seit 1991 das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Unternehmen und Behörden vor Attacken aus dem Netz schützen soll. (sg)