BNetzA: Wettbewerber der Telekom holen auf

In ihrem Tätigkeitsbericht 2012/13 verzeichnet die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine leichte Steigerung der Marktanteile der Telekom-Konkurrenz auf 56 %.

Die Breitbandversorgung in Deutschland kommt gut voran. Zu dieser Einschätzung gelangt die BNetzA in ihrem Tätigkeitsbericht 2012/13 für den Telekommunikationsbereich. Bis Mitte 2013 stieg die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland auf 28,4 Mio. Das entspricht einer Durchdringungsrate von über 34 %; der EU-Durchschnitt liegt bei 28,8 %.

Die Wettbewerber steigerten lt. Bericht ihren Marktanteil auf 56 %. Die Zugewinne gehen derzeit ausschließlich auf Zuwächse bei den Kabelnetzbetreibern zurück. Deren Marktanteil wuchs in Summe auf etwa 17 %. Bisher haben insbesondere die Kabelnetzbetreiber dazu beigetragen, dass sich die Versorgung mit Breitbandanschlüssen seit 2010 um etwa 40 % erhöhte. Diese erlauben Datenübertragungsraten von 50 Mbit/s und mehr. Das heißt, das heute gut 58 % der Haushalte besonders leistungsfähige Anschlüsse nutzen.

Die Deutsche Telekom will aufgrund des Konkurrenzdrucks ihre VDSL-Infrastruktur erweitern und so etwa mittelfristig zwei Drittel der Haushalte erschließen; das Doppelte der derzeitigen Menge. Des Weiteren will der Bonner Konzern seine Netze mit Hilfe der Vectoring-Technologie so weit ausrüsten und so Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s im Download ermöglichen.

Derzeit sind dem Breitbandatlas der Bundesregierung zufolge Downloadgeschwindigkeiten von mind. 1 Mbit/s für 99,8 % der Haushalte verfügbar. "Besonders erfreulich ist, dass sich auch im ländlichen Raum die Versorgung mit Breitbandanschlüssen deutlich verbessert hat", so der BNetzA-Präsident Jochen Homann. Er lobte den Beitrag des Long-Term-Evolution(LTE)-Mobilfunkstandards, mit dem sich weiße Flecken schließen ließen.

Bis 2018 ist eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s angezielt. Allerdings sei die Nachfrage – nicht nur bei Glasfaseranschlüssen – derzeit sehr viel geringer als die angebotene Versorgung. Auch in Zukunft sollen die Stärken des Wettbewerbs weiter genutzt und chancengleiche Bedingungen für die verschiedenen Marktakteure geboten werden, so Homann. "Regulierung muss auf sich wandelnde Gegebenheiten reagieren und darf insofern kein starres Konzept darstellen", das bewährte wettbewerbliche Leitbild dürfe nicht leichtfertig zur Disposition gestellt werden. (sg)