Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: "Mit den Förderbescheiden bringen wir mehr als 500 000 Haushalte ans superschnelle Breitband. Damit stiegern wir die Glasfaserleitungen um weitere 26 000 Kilometer. Deutschland hat europaweit die höchste Dynamik beim Breitbandausbau." Bild: BMVI

Breitband: Erste Förderbescheide erteilt

Die ersten 55 Förderbescheide für schnelles Internet erhalten in der ersten Runde 420 Millionen Euro. Der Wahlkreis der Kanzlerin erhält besonders viel.

Kommunen und Landkreise erhalten mit den 55 Förderbescheiden jeweils bis zu 15 Millionen Euro für jedes Ausbauprojekt, insgesamt sind in dem Fördertopf der ersten Runde 420 Millionen Euro. Damit will das Bundesverkehrsministerium unterversorgte Gebiete ans "Turbo-Internet" – so O-Ton des Ministeriums – anschließen. Mit den Zuschüssen sollen Netzinvestitionen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro angekurbelt werden. Bei den jetzt erteilten Ausbaubescheiden beträgt der Fördersatz 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Gekoppelt mit Förderprogrammen der Länder, kann sich der Anteil sogar auf bis zu 90 Prozent steigern lassen.


Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kommen so 500 000 Haushalte ans "superschnelle Breitband". Glasfaserleitungen werden um weitere 26 000 Kilometer anwachsen. Der "Spiegel" berichtet, dass es sich bei 38 der 55 bewilligten Zuschüsse um Glasfaserprojekte handelt. Zuvor hatte es Kritik gegeben, dass Dobrindt zu sehr auf Kupfer setze. Auf ein pikantes Detail weist der "Spiegel" hin: 247 der 420 Millionen Euro fließen nach Mecklenburg-Vorpommern. Besonders viel davon in die Flächenlandkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald – die Wahlkreise von Angela Merkel. Laut dem Bundesverkehrsministerium hätten die Kreise aus Mecklenburg-Vorpommern am fleißigsten Förderanträge gestellt, zitiert das Blatt. Das PDF zu den bewilligten Förderbescheiden gibt es hier (Seite des Bundesverkehrsministeriums). (sg)