Breitband: Telekom und Innogy verbünden sich

Die RWE-Tochter soll Kooperationspartner der Deutschen Telekom werden, so das "Handelsblatt". Gemeinsame Vertriebsmodelle sollen kommen.

Weil die Deutsche Telekom ihr Ziel 80 Prozent der Haushalte bis Ende 2018 mit schnellen Internet zu versorgen, nicht "im Alleingang" schaffe, suche sich der Bonner Konzern neue Partner. Das schreibt das "Handelsblatt". Einer der ersten größeren Partner ist demnach Innogy. Beide wollen die Kooperation in Kürze bekanntgeben.

Die RWE-Tochter soll die Deutsche Telekom auf dem Land unterstützen, wo der Anschluss an schnelles Internet als besonders schwierig gilt. Innogy hatte demnach in den vergangenen Jahren bei Stromnetz-Neuanschlüssen auch Datenleitungen verlegt, die der Bonner Konzern nun nützen könnte. Zudem seien gemeinsame Vertriebsmodelle angedacht. Stromkunden könnte Innogy parallel direkt ein Angebot von der Telekom unterbreiten.

Bundesregierung soll Druck gemacht haben

Erst 7,2 Prozent der deutschen Haushalte – ohne Internetanschlüsse über TV-Kabel – würden bislang mehr als 50 Mbit pro Sekunde erreichen, so das Blatt. Dies ist die von der Politik angepeilte Mindestgeschwindigkeit. Bislang ist die Telekom nicht für Kooperationen bekannt, lediglich mit "NetCologne" hat der Konzern vor vier Jahren eine Vereinbarung getroffen. Nun scheint ein Umdenken eingesetzt zu haben – laut "Handelsblatt" auf "sanften Druck der Bundesregierung". (sg)