Die Netzwerk- und Sicherheitstechnik in den Leitstellen der Energieversorger muss hohen Anforderungen genügen. Vier Netzbetreiber der E.ON-Gruppe haben diese Technik mit Axians modernisiert Bild: © Alexey Achepovsky/AdobeStock

KRITIS in Teamarbeit schützen

Axians hat für vier Gesellschaften der E.ON-Gruppe – Avacon Netz, Bayernwerk Netz, E.DIS Netz und Schleswig-Holstein Netz – den Aufbau der Netzwerk- und Sicherheitstechnik für ein modernes Netzleitstellensystem koordiniert.

Die Leitstelle verantwortet den Betrieb von Versorgungsnetzen. Sie erkenne beispielsweise Ausfälle im Netz und sorge dafür, dass diese schnell behoben werden, daher sei ihre Handlungsfähigkeit für die Versorgungsnetzbetreiber essenziell. Axians habe zuverlässige Netzwerk- und Sicherheitsinfrastrukturen errichtet, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. 2018 sei das erste System in Betrieb genommen und Axians betreue die Systeme seither in Form von Managed Services rund um die Uhr. Ein Projektziel sei ebenfalls gewesen, das Netz- und Sicherheitsdesign sowie den Managed-Security-Betrieb den Vorgaben und Richtlinien des Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) sowie ISO/IEC27001-konform auszuarbeiten und umzusetzen.

Die Avacon Netz, die Bayernwerk Netz, die E.DIS und die Schleswig-Holstein Netz stellen Verteilnetze für Strom und Gas bereit. Sie versorgen Kommunen, Industrie, Gewerbe und Haushalte mit Energie. Als Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) müssen sie gemäß IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG) Paragraph 8a BSIG (Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) regelmäßig nachweisen, dass ihre Cyber Security auf dem aktuellen Stand und gegen digitale Angriffe gewappnet ist.

Expertise für Netzwerk- und Cybersicherheit gefragt

Dementsprechend muss auch die Netzwerk- und Sicherheitstechnik in den Leitstellen der Energieversorger hohen Anforderungen genügen. Die vier Unternehmen haben diese Technik mit Axians modernisiert, wobei der Systemintegrator bei der Umsetzung auch weitere Dienstleister koordiniert hat. "Wir waren auf der Suche nach einem Partner, der Expertise sowohl für Netzwerk- als auch für Cybersicherheit mitbringt. Axians hat uns mit einem schlüssigen Gesamtkonzept überzeugt. Während der Umsetzung hat uns das starke Teamplay zwischen Axians und externen Gewerken besonders beeindruckt, das den Projekterfolg erst möglich gemacht hat", erklärt Jürgen Lammers, Projektmanager, Avacon Netz, der die Projekte bei allen vier Gesellschaften verantwortet hat, laut der Pressemitteilung.

Für die hohen Anforderungen habe Axians ein System konzipiert, das innerhalb eines Standortes sowie standortübergreifend mehrfach redundant und durch mehrstufige Firewalls abgesichert sei. In einem sogenannten Staging, einem Probeaufbau der gesamten Umgebung, habe Axians gemeinsam mit den Projektpartnern die Umgebung für die Werksabnahme (Factory Acceptance Tests, FAT) durch den Kunden vorbereitet und durch den Firewall-Hersteller Softwareanpassungen vornehmen lassen. Nach erfolgreichem Abschluss der Tests seien alle Komponenten an die eigentlichen Zielstandorte transportiert und in Betrieb genommen worden, heißt es in der Pressemitteilung. (hcn)