Insgesamt acht verschiedene Lösungen zur Robotic-Process-Automation oder zu Chatbots haben 31 Studenten entwickelt.
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Studenten entwickeln verschiedene RPA-Lösungen

Gemeinsam mit IT-Dienstleister Gisa haben Studierende der Hochschule Merseburg Lösungen zum Thema Robotic Process Automation (RPA) und digitale Assistenten erarbeitet.

Die 31 Masteranden an der Hochschule Merseburg aus den Studienrichtungen Wirtschaftsinformatik, Projektmanagement und Wirtschaftsingenieurwesen erhielten im Rahmen von semesterbegleitenden Projektarbeiten die Aufgabe, Use-Cases zu definieren, RPA-Skripte oder Chatbot Skills zu erstellen und diese mit den Tools UIPath oder SAP-Conversational-AI umzusetzen.

Herausgekommen sind acht unterschiedliche, zum Teil fertige Lösungen, die individuell angepasst in Unternehmen eingesetzt werden können. „Die Lösungen dienen der Prozessautomatisierung und -optimierung“, erklärt Sabrina Bode, die die Projektleitung seitens der Gisa übernommen hatte. Mit den RPA- und DA-gestützten Entwicklungen, so Bode, könnten bisherige Abläufe vor allem zeitlich effizienter gestaltet und Ressourcen gewinnbringender eingesetzt werden.

Acht Lösungen

Im Einzelnen wurden von den Studierenden folgende Prozesse entwickelt: das automatisierte Auslesen von inaktiven Nutzern/Mitarbeitern im SAP, das automatisierte Überwachen der Performance von SAP GUI – die graphische Benutzeroberfläche – und Browser, um das Nutzererlebnis zu verbessern, das automatisierte Auswerten von Messdaten aus Performance-Tests von Spritzpumpen, das automatisierte Tracken margenrelevanter Kennzahlen für das Management. Hinzu kommt die Abfrage von Arbeits- und Abwesenheitszeiten von Mitarbeitern mittels eines Chatbots für Accountmanagement, Vertrieb und Geschäftsführung. Bei Abwesenheitsanträgen kann der Chatbot zudem helfen und Hinweise geben. Ebenso lässt sich über den Bot das Bestellen für Mitarbeiter des Einkaufs erleichtern.

Einladung zum Pitchday

„Ich sehe sehr viel Potenzial vor mir und bin begeistert, was wir erreicht haben“, sagt Lutz Klimpel, der das Semesterprojekt initiiert und seitens der Hochschule betreut hat. Der Professor betont, dass die Zusammenarbeit in dieser Form eher ungewöhnlich gewesen sei. „Für die Studenten ging es darum, gemeinsam mit den Fachbereichen der Gisa eine Aufgabenstellung zu erarbeiten und zu lösen. Das war für uns gewissermaßen ein Pilot“, so Klimpel.

Dass dieser Versuch geglückt sei, bestätigt auch Norman Klammer, Director Business Development & Innovation bei Gisa. „Ich bin beeindruckt, welche Ergebnisse in so kurzer Zeit zustande gekommen sind.“ Durch die hohe Qualität der entwickelten Lösungen, hat Klammer die Studierenden zum Gisa Pitchday eingeladen. Für gewöhnlich präsentieren dort Start-up-Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen. Nun haben auch die Masteranden die Möglichkeit, vor einem breiten Publikum für ihre Lösungen zu werben. (sg)