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Cyberattacken: Energiebranche fürchtet sich am meisten vor Betriebsunterbrechungen

Bei einer Umfrage zu Cyberrisiken in der Energiewirtschaft sagten 26 Prozent der befragten Manager, dass sie in den letzten zwölf Monaten Opfer einer Attacke waren.

Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der befragten Manager aus der Energiewirtschaft gaben in einer Umfrage des Risikoberaters Marsh zu Cyber-Angriffen an, dass sie sich am meisten vor Betriebsunterbrechungen fürchten. Dabei verwiesen sie nicht nur auf die wachsende Bedrohung von Cyber-Angriffen für die Energiebranche, sondern betonten, dass solche Unterbrechungen generell ein zunehmendes Risiko darstellen würden.

Zudem bestätigten 26 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Opfer einer erfolgreichen Cyber-Attacke war. 77 Prozent der Befragten wollen im Hinblick auf ihr Unternehmen verstärkt Investitionen in das Cyber-Risikomanagement tätigen. 26 Prozent gaben an, für solche Angriffe eine Versicherung abzuschließen oder den Versicherungsschutz ihres Unternehmens erhöhen zu wollen.

Schlimmstes Schadenszenario häufig nicht bekannt

Obgleich mehr als die Hälfte der Befragten das Cyber-Risiko auf einem der ersten fünf Plätze im Ranking sehen, gaben 54 Prozent an, entweder gar nicht zu wissen, welches ihr schlimmstes Schadenszenario sei, oder aber den möglichen Schaden nicht beziffern können.

Der Leiter des Branchenteams Power bei Marsh Deutschland Michael Härig nannte dies Besorgnis erregend. "Unternehmen, die keine Planung zur Minimierung und Steuerung der Risiken durch Cyber-Angriffe haben oder noch nicht konkret wissen, wie hoch ihr Risiko überhaupt ist, sollten jetzt dringend handeln und sich gegen die möglichen Auswirkungen einer Attacke auf ihren Geschäftsbetrieb und ihre Systeme wappnen", so sein Rat. (sg)