5G und Highspeed-Internet braucht das Land, um gegenüber der Stadt an Lebensqualität aufzuholen.
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Digitale Gleichstellung von Stadt & Land ist gefragt

Egal ob Metropole oder abgelegener Weiler – Mobilfunk und mobiles Internet sollen in Stadt und auf dem Land in gleicher Qualität verfügbar sein. So lautet das Ergebnis einer Umfrage des VKU.

Mehr als 1000 Bundesbürger hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa Ende Februar im Auftrag des VKU zum Thema Digitalisierung befragt. Nahezu alle Deutschen (92 Prozent) wünschen sich die gleiche Qualität beim Mobilfunknetz und mobilen Internet in der Stadt und auf dem Land. Passend dazu, bewerteten zwei Drittel der Befragten die Digitalisierung als Attraktivitätsfaktor für den ländlichen Raum als Wohn- und Arbeitsort. 

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer geht noch einen Schritt weiter und glaubt sogar, dass die Digitalisierung die strukturellen Nachteile des Landlebens reduzieren könne. Vier von zehn Befragten (40 Prozent) sehen schnelles Internet und Online-Angebote als Möglichkeit die Lebensverhältnisse gleichzustellen. In Ostdeutschland fällt die Zustimmung zu den genannten Thesen etwas höher aus als in Westdeutschland.

Reiche gibt Mehrheit Recht

Insgesamt rechnen nur 23 Prozent der Deutschen damit, dass die Digitalisierung die Ungleichheiten zwischen Stadt und Land vergrößern könnte. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche gibt der Mehrheit der Befragten Recht: „Home Office statt Pendeln, autonome Busse für den ÖPNV, Telemedizin für die Gesundheit, neue Kunden für den Mittelstand, Smarte Netze für die Energiewende und vieles mehr. Und der Nebeneffekt: Wer das Land mit der Digitalisierung aufwertet, entlastet die Städte.“

Um all diese Chancen nutzen zu können, brauche es leistungsfähige digitale Infrastrukturen, wie 5G und Glasfaser, in der Stadt und auf dem Land, ergänzt Reiche. (ls)