Digitale Plattform "Dipko" mit drei Stadtwerken

Reiner Timmreck ist Geschäftsführer bei den Stadtwerken Iserlohn. Bild: © Stadtwerke Iserlohn

Jens Schmidt ist Kaufmännischer Vorstand bei den Stadtwerken Gießen.
Bild: © SWG

Carsten Schier ist Geschäftsführer der Stadtwerke Haltern am See. Bild: © Stadtwerke Haltern am See

Mirco Pinkse ist einer der Ideengeber der "Digitalen Plattform für kommunale Services" (Dipko). Bild: privat

Der Teilnehmerkreis der agilen Initiative von MSG und Energieforen Leipzig hat sich leicht geändert. Mirco Pinske, einer der Ideengeber, berichtet in der gedruckten ZfK von weiteren Neuerungen.

Agil und mit Stadtwerke-Kollegen spartenübergreifende und kampagnenfähige digitale Produkte entwickeln, den Endkunden durch ein einziges Log-in ("Single Sign-on") viele eigene und fremde Dienstleistungen öffnen, mehr Daten über sie bekommen, statt diese an White Labels zu verlieren – das ist grob gesagt die Gründungsidee der "Dipko", der "Digitalen Plattform für kommunale Services".

Drei Stadtwerke haben mittlerweile Design Sprints zu gemeinsam priorisierten Produkten hinter sich: Gießen, Iserlohn und Haltern am See. Das berichtet einer der Ideengeber der Dipko, Mirco Pinske von der sechstgrößten deutschen IT-Schmiede MSG, in der am Montag erschienenen Druckausgabe der ZfK (Seite 13, nur im Abo erhältlich). Demnach ist Haltern zu den beiden Pionier-Stadtwerken dazugestoßen, eine kommunale "Innovationsplattform" dagegen macht nicht mehr mit.

Pinske zufolge sind die Module "Loyalty-Programm" sowie "Digitales Eintrittsmanagement – Zugang zu Bädern per QR-Code und Buchung von Kursen im Kundenkonto" zu etwa 80 Prozent programmiert. Zu "digitalem Parken" fand dieses Jahr ein Sprint statt.

Lob aus den drei Stadtwerken

Eine Schnittstelle zur kampagnenfähigen Kundenpflege(CRM)-Lösung EVI von Cursor ist fertig; mit ihr hat man angefangen, weil EVI in Gießen bereits im Einsatz ist. Es soll auch Anbindungen an Unternehmenssteuerungs(ERP)-Umgebungen geben, damit etwa erstmals das Bäderticket dem Energiekunden zuordenbar wird. In Iserlohn etwa wird mit SAP gearbeitet.

Zwei Geschäftsführer und ein Vorstand der drei beteiligten Stadtwerke äußern sich begeistert von ihrer Entwicklungskooperation. Reiner Timmreck etwa, Geschäftsführer in Iserlohn, stellt die "agilen Arbeitsmethoden" heraus: "Wichtig hierbei sind unter anderem die strukturierten, offenen Feedbackgespräche, um die Ergebnisse in die anderen Sprints hineinzuspiegeln". Das ermögliche "schnellere Entscheidungsfindungen sowie eine höhere Flexibilität". (geo)