Trianel hat es geschafft seine Erzeugungsprognosen via KI zu verbessern.
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Genauere Prognosen dank KI

Für die möglichst gewinnbringende Vermarktung von EE-Erzeugungskapazitäten sind Ertragsprognosen das A und O. Trianel will diese nun mit KI verbessern.

Die Stadtwerke-Kooperation hat die letzten zwei Jahre an ihren Prognose-Tools für die Erzeugung ihres Erneuerbaren- Portfolios gearbeitet. Mit Erfolg, denn die Verarbeitung und Analyse von Wetter- und Erzeugungsdaten funktioniert nun deutlich schneller und liefert qualitativ hochwertigere Ergebnisse.

Die neue IT-Architektur basiert auf einer Cloudlösung und selbstlernenden Algorithmen, die die Daten der Erneuerbaren-Anlagen in Echtzeit auswerten. Dadurch können die aktuelle Position und kurzfristige Änderungen der Erzeugung deutlich präziser prognostiziert werden, heißt es von Trianel.

Technologie entscheidend für PPA

Für die Stadtwerkevereinigung sind genauere Erzeugungsprognosen bares Geld wert, denn je exakter die Fahrpläne mit der tatsächlich gelieferten Strommenge an der Börse übereinstimmt, um so weniger Kosten fallen für die Ausgleichsenergie an.

Nach einjähriger Testphase setzt Trianel die Applikation bereits seit Anfang des Jahres zur Optimierung der Direktvermarktung ein. Bis zu 20 Prozent geringere Abweichungen bei Kurzzeitprognosen erzielt das System bisher. Diese Präzision könnte sich auch für neue Produkte wie PPA-Verträge auszahlen, denn auch hier spielen Verfahren zur Bewertung von Portfolioeffekten und Handelsrisiken eine enorme Rolle. Aber auch für die Projektentwicklung ist die Prognose über Künstliche Intelligenz ein großer Meilenstein. „Je besser die Bewertungs- und die Vermarktungsfähigkeiten sind, desto besser können wir die Wirtschaftlichkeit von Anlagen berechnen. Im derzeitigen Ausschreibungsdesign ist dies ein wesentlicher Faktor, um sich durchzusetzen“, ergänzt Herbert Muders, Bereichsleiter Projektentwicklung Onshore bei Trianel.  (ls)