Gwadriga könnte in sechs Tagen mit GWA loslegen

Die Kooperation Gwadriga kündigt als einer der ersten Gateway-Administratoren an, wann ihre öffentliche Schlüsselverwaltung für Smart Meter läuft.

In fünf Tagen will die Gwadriga ihren Smart-Meter-Gateway-Administrations(GWA)-Betrieb komplett in Betrieb nehmen und dürfte damit unter den GWA vorne liegen. Die kommunale Kooperation kündigte gestern an, dass dann die eigene Verwaltung der öffentlichen Schlüssel von fernauslesbaren Verbrauchszählern ("Smart Meter PKI Public Key Infrastructure") in den "Wirkbetrieb" geht. Und zwar als "untergeordnete Zertifizierungsstelle" (Sub-CA). Die Schlüsselverwaltung trägt durch Verschlüsselung und Authentifizierung zum Schutz der übermittelten Verbrauchsmesswerte vor unbefugtem Zugriff bei.

Das bedeutet: Gäbe es schon zertifizierte Gateways – das sind beim Verbraucher zu installierende Hardwareteile – würden sich Smart Meter über diese bei Gwadriga melden, soweit deren GWA voreingestellt ist, und bei ihr den Versand des öffentlichen Schlüssels anfordern. "Wir haben jetzt alles beisammen, um sofort mit der BSI-konformen Abwicklung des Rollouts intelligenter Messsysteme loszulegen", hieß es gegenüber der ZfK. BSI ist die Abkürzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. "Wir sind ‚ready for roll-out’ für unsere Gesellschafter und Kunden", schrieb Gwadriga-Prokurist Lars Weber.

Vom Start weg 480 000 intelligente Messsysteme

Gateways gibt es natürlich schon, sie laufen auch bereits im Testbetrieb, aber erste Zertifizierungen hierfür seien erst für Oktober angekündigt, hieß es. In Massen dürften sie erst nächstes Jahr auf den Markt kommen. Hier ist nun das BSI am Zug.

Gwadriga ist ein Full-Service-Anbieter für die GWA-Abwicklung und das Messdatenmanagement. Die Kommanditgesellschaft wurde 2016 von den Kommunalversorgern EWE, Rheinenergie und Westfalen Weser Netz gegründet. Sie startet mit circa 3,4 Mio. Zählpunkten und etwa 480 000 intelligenten Messsystemen. Hierfür greift sie auf zertifizierte IT-Dienstleistungen der EWE-Tochter BTC sowie deren Betrieb in BTC-Rechenzentren zurück. Das ist auch beim PKI-Betrieb so. (geo)