Faxgeräte sterben langsam aus - eines der letzten seiner Art.
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Kommunen verabschieden sich endlich vom Faxgerät

In deutschen Kämmereien setzen sich vermehrt E-Mails und Online-Finanzmärkte durch.

Eine Studie des Unternehmens Commnex und der Technischen Universität Darmstadt kommt zum Schluss, dass im Jahr 2018 noch 43 Prozent der deutschen kommunalen Kämmerer das Faxgerät für Finanztransaktionen benutzt haben. Jedoch sank dieser Wert 2019 auf 34 Prozent. Ein Grund dafür ist die Zeitersparnis durch die Nutzung von E-Mails und Online-Marktplätzen. Was per Fax noch vier Stunden gedauert hat, ist online nach wenigen Minuten erledigt.

Schnellere Eingabe durch einfache Eingabemasken.

Commnex betont, dass die Bearbeitungszeit für Finanztransaktionen durch einfach gehaltene Eingabemasken verkürzt werden kann. Die Kommune bestimmt schnell die Art des gesuchten Finanzgeschäfts, Volumen, Laufzeit und die Ausschreibungsfrist. Tilgungsstrukturen, Laufzeiten und Zinsbindungsfristen können dabei über die Online-Plattformen von Commnex automatisch berechnet werden und die Finanzinstitute geben darauf dann Angebote ab.

Professor Dirk Schiereck, welcher die Studie wissenschaftlich begleitet hat, betont, dass digitale Kredit-Marktplätze in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Er ist sich sicher, dass sich Online-Finanzmärkte in deutschen Kämmereien weiter etablieren können. (bh)